Software
Test
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12.07.2016

Apple Logic Pro X 10.2.4 Update Test

DAW-Software

Weniger ist mehr?

Ist weniger manchmal einfach mehr? Nutzer von Logic Pro X werden seit dem Major Update häppchenweise mit mehr oder weniger großen Updates versorgt. Bei Apple beinhalten diese oftmals neue Plug-ins, Software-Instrumente, Loops und Samples. Auch in Version 10.2.4 ist das nicht anders. Der kalifornische Hersteller legt den Fokus auf weitere Detailverbesserungen, Mini-Features und Leistungsoptimierungen, die den Workflow in Logic X wieder einmal beschleunigen sollen.

Details

Performance und Detailverbesserungen

Wer in vorigen Versionen den Apple-Loops-Browser geöffnet hat, wird festgestellt haben, dass man hier eine Weile warten musste, bis die Apple Loops angezeigt wurden. In der neuen Version geht das spürbar schneller – wurde auch Zeit! Ebenso wurde das Laden einer Alchemy-Instanz beschleunigt. Ferner wurde auch die Performance des Software-Syntehsizers verbessert, sodass beim Laden der Patches keine plötzlichen Sprünge in der CPU-Auslastung folgen, die Logic bisher zum Stoppen des Projekts bringen konnten.

„Flex Pitch“ ist seit der Einführung ein DAW-internes Tool zur Bearbeitung von Tonhöhe, Formanten und Co., das mit einer umfangreichen Ausstattung punkten kann. Die Klangqualität dieses Tools war bisher schon hervorragend und wurde laut Apple nun nochmals optimiert.

Beim Recording in Logic können verschiedene Takes in einem Take-Ordner gesammelt werden. Mit dem sogenannten „Quick Swipe Comping“ lässt sich dann aus verschiedenen Takes der perfekte „Comp“ (Master-Take) zusammenstellen. Zu dem bisherigen Schneiden und Bewegen der Comp-Abschnitte, kommt nun auch die Möglichkeit grafisch dargestellte Crossfades zwischen den Comps zu setzen. Mehr dazu im Praxisteil!

Loudness Meter

Neu hinzugekommen ist das Loudness Meter Plug-in, mit dem LUFS-Messungen (Loudness Units relative to Full Scale) durchgeführt werden können. Die Einheit LUFS gibt in der Rundfunk- und Fernsehproduktion die absolute Lautheit eines Signals an. Sie wird in der EBU-Empfehlung R 128  angewendet, die seit 2012 in Deutschland eingeführt wurde.

Drum Machine Designer

Nicht nur die Symbole der Sequenzer-Spuren können individualisiert werden, auch die Pads des Drum Maschine Designers können nun selbst angepasst werden. Dabei greift der Designer auf dieselbe User-Library der Spur-Symbole zu. So lassen sich auch selbst erstellte Symbole auf die einzelnen Pads legen, was den Drum Machine Designer übersichtlicher macht.

Zudem wurde der Sample-Import durch ein kleines, aber entscheidendes Feature ergänzt, das es ermöglicht, mehrere Samples per Drag and Drop auf die Pads zu legen. Das klingt zunächst unspektakulär, doch im Workflow beschleunigt es den Sample-Import erheblich!

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