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Ampeg Opto Comp Test

Praxis

Sound

Viele Kompressor-Pedale am Markt bieten für jeden Parameter der Kompression einen Regler und sind deshalb nicht selten durchaus kompliziert in der Bedienung. Einsteiger sind mit solchen Geräten verständlicherweise schnell überfordert. Bei Ampegs neuem Opto Comp wird die Kompression lediglich mit dem Compression-Regler und den Release-Regler justiert. Zur optischen Kontrolle gibt es zudem die eingangs erwähnte grüne LED – einfacher geht es kaum!

Der Compression-Regler beeinflusst im Wesentlichen den sogenannten Ratio-Wert, also die Stärke der Kompression. Beim Opto Comp reicht die Ratio-Bandbreite bis zu einem von Wert von 1:20 – von subtilen Verdichtungen bis zu heftigen Kompressionen ist also alles machbar. Auch der Release-Regler umfasst einen weiten Bereich, sodass man problemlos die richtige Ausregelzeit für die jeweilige Spieltechnik oder den Charakter der Kompression finden kann.
Die Arbeitsweise des Opto Comp würde ich als sehr geschmeidig bezeichnen – das für optische Kompressoren typische An- und Abschwellen des Sounds ist immer deutlich hörbar, es geschieht beim Opto Comp aber auf eine sehr musikalische und organische Art, die ich als sehr angenehm empfunden habe.

Der Ampeg Opto Comp ist ein transparent klingendes Effekt-Pedal, das eine geschmeidig-organische Kompression erzeugt.
Der Ampeg Opto Comp ist ein transparent klingendes Effekt-Pedal, das eine geschmeidig-organische Kompression erzeugt.

Die Stärke der Kompression hängt natürlich stark vom Pegel des jeweiligen Instrumentes ab, denn das Ampeg-Pedal bietet keinen Input-Regler, mit welchem sich die Eingangsempfindlichkeit einstellen ließe. Bei sehr lauten Aktivbässen muss man deshalb die Lautstärke am Instrument zurücknehmen, wenn man nur eine sehr subtile Kompression einstellen will. Mit verschiedensten passiven Bässen bin ich dagegen immer schnell und unkompliziert zum gewünschten Ergebnis gekommen – selbst bei nur ganz dezenten Verdichtungen. Einen gesonderten Input- oder Threshold-Regler habe ich also nicht wirklich vermisst; ich hätte mir beim Opto Comp allerdings manchmal durchaus eine Einstellmöglichkeit für die Attack-Zeit gewünscht. Besonders bei perkussiven Spieltechniken kann es nämlich durchaus passieren, dass der Attack von einigen Tönen etwas zu schnell gekappt wird.
Prinzipiell gibt der Opto Comp von Ampeg den Sound des Basses aber sehr transparent und neutral wieder: die Bässe bleiben voll und rund, die Höhen wirken lediglich bei sehr starker Kompression eine Spur matter. Lobenswert ist zudem der geringe Nebengeräuschpegel des Pedals. Ein leichtes Rauschen, wie es beim Opto Comp zu vernehmen ist, finde ich bei analogen Geräten in diesem Preissegment völlig akzeptabel!

Zum Abschluss habe ich für euch wie immer ein paar Audiofiles aufgenommen, damit ihr euch ein gutes Bild von den Sounds des Gerätes machen könnt:

Audio Samples
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Compression: 9 Uhr, Release: 11 Uhr Compression: 12 Uhr, Release: 11 Uhr, Slap Compression: 100%, Release: 100%
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