Hersteller_AmericanAudio
Test
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23.08.2010

Details

Lieferumfang
Zum Lieferumfang gehören lediglich der Mixer, ein Netzkabel und ein englisches Manual. Eine deutsche Bedienungsanleitung steht auf der Website von American Audio zum Download bereit.

Erster Eindruck
Mit seinem Metall-Gehäuse und einem Gewicht von 6,3 kg macht der MX-1400 DSP einen robusten ersten Eindruck. Das Design ist zweckmäßig, aber dennoch ansprechend. Außerdem wirkt die Lackierung der Oberseite ziemlich kratzresistent. Alle Schalter, Taster, Fader und Drehregler sind robust und wurden stabil verbaut. Das gilt ebenso für alle Buchsen des Anschlussfeldes. Auch diese machen einen guten Eindruck und wurden sauber verarbeitet. Ein durchweg guter erster Eindruck also. Daumen hoch!

Anschlüsse
Auf der Rückseite des Mixers befindet sich das Anschlussfeld. Dieses ist praktischerweise in zwei Ebenen unterteilt. So wurde der Bereich der Ausgänge, der u. a. für XLR-Stecker gedacht ist, leicht versenkt gearbeitet, sodass die Stecker nicht so weit aus dem Gerät herausragen. Ebenfalls auf dieser Ebene haben die Anschlussbuchse für das Netzkabel sowie ein Trim-Poti, mit dem man den Master-Pegel an die nachfolgende Peripherie anpassen kann, Platz gefunden. Insgesamt stellt American Audio in diesem Bereich ganze fünf Stereo-Ausgänge bereit.

Da wären zunächst die beiden Masterausgänge. Einer davon ist symmetrisch ausgeführt (2 x 6,3-mm-Klinke), der andere unsymmetrisch über Stereo-Cinch. Darüber hinaus gibt es einen unsymmetrischen Recording-Out über Stereo-Cinch und einen symmetrischen Booth/ Monitor Ausgang (2x 6,3 mm Klinke). Zu guter Letzt findet man dort noch einen koaxialen S/PDIF-Ausgang.

Auf der oberen Ebene des Anschlussfeldes befinden sich die Eingänge des Mixers. Insgesamt sind dort vier Line- und drei Phono-Eingänge (alle Stereo-Cinch) untergebracht. Die Phono-Ins lassen sich bei Bedarf rückseitig per Schalter in drei Auxeingänge umwandeln. Sehr praktisch!

Die drei Schrauben für die Massekabel der Plattenspieler sind stabil und gut zu erreichen. Einer der insgesamt drei Mikrofoneingänge (Klinkenbuchse 6,3 mm) befindet sich ebenfalls auf der Rückseite des Mixers. Unmittelbar daneben liegt der „Mic-Attenuator“, ein „globaler“ Gain-Regler, der sich auf alle drei Mikrofoneingänge gleichzeitig auswirkt.

Ebenfalls auf der oberen Ebene des Anschlussfeldes befinden sich die vier „Q-Start“-Buchsen für den Fader-Start externer Geräte. Das Format „Q-Start“ ist ein eigenes Format von American Audio.

Weitere Anschlüsse sind auf der Oberseite des Gerätes untergebracht, z.B. die beiden Anschlüsse der Mikrofon-Kanäle Eins und Zwei. Beide Buchsen sind praktischerweise als XLR/ Klinke-Kombibuchsen ausgeführt. Ebenso auf der Oberseite sind der Kopfhörerausgang und der Aux 4 Input zu finden. Dieser zusätzliche Eingang ist besonders hilfreich, da man so spontan einen Ipod oder Ähnliches anschließen kann. Sehr praktisch!

Features
Der MX-1400 DSP verfügt insgesamt über vier Hauptkanäle (Stereo). Mit dem „Input-Assign“ Drehschalter kann jede der verfügbaren Input-Quellen den vier Kanälen zugeordnet werden (inklusive des dritten Mikrofon-Eingangs „Mic 3“). Dies macht den MX-1440 DSP sehr flexibel und man spart sich so manches lästige Umverkabeln. Besser könnte es nicht sein!

Den Eingangspegel der vier Hauptkanäle bestimmt man wie gewohnt mit den Gain-Reglern. Darunter befindet sich ein Dreiband-EQ (Treble, Mid, Bass), der bei der Absenkung über einen „Kill-Effekt“ verfügt. Jeder der vier Kanäle lässt sich mit dem „Crossfader Assign“-Schalter einer der beiden Seiten des Crossfaders zuordnen. Die Kanäle können aber auch unabhängig vom Crossfader betrieben werden. Auch dieses Feature sorgt für eine erhöhte Flexibilität des Mixers. Top!

Die Fader der Hauptkanäle sind 60 mm lang, in ihrer Führung stabil, doch leider auch ziemlich schwergängig. Der Crossfader ist 45 mm lang und glücklicherweise wesentlich leichtgängiger als die Kanal-Fader. Er „fühlt“ sich auch für mich als Scratch-DJ richtig gut an. Mit einem Drehregler lässt sich die Arbeitskurve des Crossfaders stufenlos einstellen. Dies ermöglicht ein Spektrum an Scratch-Techniken wie den „Flare“ bis hin zu weichen Überblendungen. Außerdem ist der Crossslider durch seine Schnellwechselvorrichtung schnell und problemlos austauschbar. Vorbildlich!

Insgesamt verfügt der MX-1400 DSP über drei Mikrofoneingänge. Während der Eingang „Mic 3“ einem der insgesamt vier Hauptkanäle zugeordnet wird, verfügen die Eingänge „Mic 1“ und „Mic 2“ über separate Kanäle. Der Gain aller drei Kanäle wird zentral über den „Mic-Attenuator“ gesteuert. Dies ist leider nicht besonders sinnvoll, da verschiedene Mikrofone in der Regel natürlich auch verschiedene Ausgangspegel haben.

Die beiden Mikrofonkanäle verfügen je über einen Dreiband-EQ zur Entzerrung. Unter den EQs befinden sich Mute-Taster, mit denen man das Mikrofonsignal bei Bedarf unterbrechen kann. Auch diese beiden Kanäle verfügen über 60 mm lange Fader. Unterhalb der Fader sind Talkover-Tasten untergebracht, die das Musiksignal der übrigen Kanäle bei Bedarf temporär absenken. Abgesehen von dem gemeinsamen Gain-Regler bekommen die Mikrofon-Kanäle von mir eine positive Bewertung.

Die Cue-Sektion des MX-1400 DSP arbeitet mit beleuchteten großen Tasten zur Wahl der entsprechenden Vorhörquelle. Auswählen lassen sich die vier Hauptkanäle, der Master oder auch die Effekt-Sektion des Mixers. Mittels einer ebenfalls beleuchteten Taste lässt sich die „Spilt Cue“- Schaltung aktivieren. Die Lautstärke des Kopfhörers wird mit dem „Cue Level“-Drehregler bestimmt. Mithilfe des „Cue Mixing“-Reglers kann man stufenlos zwischen Master- und Cue-Signal überblenden. Einzig allein die Vorhör-Möglichkeit der Mikrofonkanäle fehlt mir. Trotzdem ist die Cue-Sektion wirklich gelungen.

Der Pegel der Ausgänge wird durch den 60 mm Master-Fader bestimmt. Praktischerweise verfügt der Master über einen Balance-Regler. Mittels eines Schalter kann hier das Ausgangssignal in ein Mono-Signal gewandelt werden.

Der Pegel des Monitorausgangs wird durch das „Booth Level“-Poti geregelt. Mit dem „Booth Assign“- Drehschalter sind neben dem Master auch einer der vier Kanäle als Monitorquelle anwählbar. Dies ermöglicht beispielsweise ein kopfhörerloses Monitoring.

Die Effekt-Sektion des American Audio Mixers stellt insgesamt acht verschiedene Effekt-Presets bereit, die über den „Effects Select“- Drehschalter angewählt werden. Der Kanal, der mit dem gewählten Effekt bedacht werden soll, wird über den „Input Assign“-Drehschalter selektiert. Hierbei kann immer nur ein Kanal mit einem Effekt versehen werden. Die Parameter aller Effekte, mit Ausnahme des „Manual-Filter“, lassen sich synchron zur Songgeschwindigkeit automatisieren. Dazu dient die Auto-BPM-Analyse des Gerätes. Diese arbeitet auch bei „gebrochenen“ Beats ziemlich zuverlässig. Sollte die Auto-Analyse einmal nicht exakt genug sein, so kann man dies manuell bequem über die große „Tap“-Taste korrigieren. Auf einem monochromen Display, welches sich oberhalb des Crossfaders befindet, werden diverse Parameter der Effekt-Sektion angezeigt. Dazu gehören die Effektquelle, das aktuelle Effekt-Preset, der aktuell ermittelte BPM-Wert, der Effekt-Anteil (Depth) und der Zeitwert (Time). Das Display ist ausreichend groß, hell beleuchtet und aus allen Blickwinkeln gut abzulesen.

Der Zeitwert der Effekte (Time/ X-Parameter) lässt sich über einen entsprechenden Endlos-Drehregler in Schritten von 1 ms verändern. Der Zeitwert kann ebenso über die sechs „Beat Select“- Tasten in beatsynchronen Abstufungen eingestellt werden (¼, ½, ¾, 1/1, 2/1, und 4/1). Dieses Features erweist sich gerade bei Effekten wie „Echo“ oder „Transform“ als sehr hilfreich. Das Verhältnis zwischen Effekt- und Direktsignal bestimmt der „Level/ Depth“- Drehregler (Y-Parameter). Aktiviert wird die Effekt-Sektion über den großen „FX On“- Taster, der dann hell aufleuchtet.  

Der Power-Schalter des MX-1400 DSP befindet sich ebenfalls auf der Oberseite. Sinnvollerweise ist er durch eine erhöhte Umrandung gegen versehentliches Ausschalten geschützt.

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