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ATMUNG

Es ist wichtig, die Lungenkapazität und den gesamten Atemapparat optimal zu nutzen. Die Atemluft wird zum Ton, sie ist Energiequelle und bestimmt, wie kraftvoll, kontrolliert und sauber intoniert das Klangergebnis ist. Die Energie muss aktiviert und dann gleichbleibend genutzt werden. Um sich vorstellen zu können, was beim Singen im Körper passiert, werfen wir jetzt einen kleinen Blick in unser Inneres.

 

Zunächst möchte ich einen wichtigen Muskel vorstellen: das Zwerchfell.
Das Zwerchfell ist ein Quermuskel, der den Oberkörper „teilt“. Oberhalb liegen Lunge und Herz, unterhalb die anderen Organe. Wir nutzen das Zwerchfell passiv zum Lachen, Husten und zum „richtigen“ Atmen.

 

„Richtig“ einatmen heißt, bis in die Lungenbläschen zu atmen. Das nennt man auch Bauchatmung.  Die Lunge weitet sich und drückt das Zwerchfell nach unten und nach außen, dadurch wird es passiv angespannt. Beim Ausatmen zieht sich die Lunge wieder zusammen und das Zwerchfell entspannt sich und geht in die Ausgangsposition zurück. Zum Singen versuchen wir diesen natürlichen Atemmechanismus zu durchbrechen. Das bewusste aktive Anspannen des Zwerchfells beim Ausatmen nennt man Stützen. Die eingeatmete Luft wird gestützt ausgeatmet, d.h. die Luft wird gebündelt und als klare Säule ausgeatmet: die Stimmlippen werden im offenen Hals in Schwingung versetzt, dadurch wird die Luft zum Ton, der durch eine offene Mundhöhle strömt und den Körper am Stimmsitz verlässt.´

 

Genau wie für die Haltung haben wir auch für die Atmung zwei Übungen auf Lager. Was genau zu tun ist, könnt ihr der  bebilderten Übungsanleitung entnehmen.

 

ÜBUNG 1

Grundhaltung einnehmen, die Hände abwechselnd auf den Bauch...
...in die Seiten...
...und in den Rücken legen und jeweils ein- und wieder ausatmen.

Übung 2

Grundhaltung einnehmen, die Hände auf den Bauch legen und bewusst in "die Hände" atmen.
Die Bauchstellung halten und die Luft von unten her ausatmen. Zunächst ohne und dann mit Ton.
Nun wieder die Grundhaltung einnehmen und in einem Atemzug stoßweise auf „p, t, k“ stimmlos ausatmen.

So, ihr kennt jetzt die richtig Haltung und wisst, wie man richtig atmet. Zeit, uns um die Stimmbildung zu kümmern. Auf der nächsten Seite geht's los.

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