Die Mikrofone befinden sich an der Kopfseite und sind jeweils in einem Winkel von 45° nach links und rechts geneigt. Im Vergleich zu einer X/Y-Anordnung, bei der die Mikrofonkapseln mit möglichst geringem Abstand übereinander angeordnet sind, entstehen bei diesem Setup automatisch Laufzeitunterschiede, da ein Signal, das z.B. von links außen eintrifft, auch früher am linken Mikrofon ankommt. Dementsprechend können also prinzipiell auch Phasenprobleme auftreten, wobei diese relativ gering ausfallen dürften, wenn man bedenkt, dass ein Durchgang einer 50 Hz Welle eine Länge von knapp 7 Metern hat und ernsthafte Schwierigkeiten generell erst auftreten, wenn eine Stereo-Aufnahme in Mono abgehört wird. Zum strategisch sinnvollen Positionieren im Raum befindet sich auf der Rückseite der Geräte ein Gewinde, mit dem sie auf ein Foto-Stativ montiert werden können. Warum Audiorecorder, die für Musiker entworfen werden, in dieser Hinsicht immer wieder auf Fotografen-Equipment ausgelegt sind, und warum sie nicht einfach mit einer Klammer für ein Mikro-Stativ ausgerüstet werden, fragen wir uns bei bonedo immer wieder aufs Neue. Zumindest beim großen Kamera-Hersteller Olympus kann ich diese etwas dubiose Sache noch nachvollziehen. Ein Adapter ist leider nicht im Lieferumfang enthalten. Bevor der ein oder andere aber jetzt schon die Hand nach dem Gaffer-Tape ausstreckt: Behelfsmäßig lassen sich die Geräte auch in eine Mikrofonspinne klemmen.
Alternativ zu den eingebauten Mikrofonen kann man den Line-Eingang (Miniklinke) verwenden, um zum Beispiel direkt vom Ausgang eines Mischpults aus mitzuschneiden. Auch für externe Mikrofone gibt es einen zusätzlichen Eingang, der über zuschaltbare Plug-in-Power (PiP) verfügt. PiP ist nicht mit „echter“ 48V Phantomspeisung zu verwechseln, sondern liefert lediglich eine Spannung von drei bis fünf Volt und kann nur von speziellen (Elektret-Kondensator) Mikrofonen genutzt werden. Olympus hat einige entsprechende Angebote im Sortiment, die persönliche Sammlung hochwertiger Studiomikrofone muss beim Außeneinsatz mit dem LS-10 und LS-11 aber leider zu Hause bleiben. Dies ist besonders schade, da einige Konkurrenzprodukte vollwertige Phantomspeisung anbieten. Die verschiedenen Eingänge können immer nur einzeln genutzt werden, und auch ein Multitrack-Recording wie beispielsweise beim Zoom H4n ist nicht möglich. Sobald eine Aufnahme einmal im Kasten ist, hört man sie am besten mit einem Kopfhörer ab. Die eingebauten Lautsprecher sind wie bei fast allen Geräten dieser Art nur zu Kontrollzwecken ausgelegt, und natürlich tönt ein mobiler Digitalrecorder nicht wie die heimische HiFi-Anlage mit Subwoofer. Die Positionierung auf der Rückseite des Players ist allerdings nicht ganz glücklich gewählt, denn wenn er schon einmal wie vorgesehen auf einem Foto-Stativ montiert wird, werden die Lautsprecher von diesem verdeckt.














