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FXpansion DCAM: Synth Squad

Musikalische Eingreif-Truppe

PRO
+ Sehr individueller Sound
+ Schlüssiges und charakteristisches Gesamtkonzept
+ Bedienung erschließt sich sofort
+ Durchdachte und neuartige technische Details
+ Weitreichende Modulationsmöglichkeiten
CONTRA
- Output-Routing unflexibel
- Hohe Systemanforderungen
BEWERTUNG
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FXpansion machten bisher vor allem durch die Software-Instrumente BFD und Guru auf sich aufmerksam. Die Londoner, die sich seit 1999 als kleines, aber feines Unternehmen am Markt behaupten, lieferten damit sowohl ein Tool zum Programmieren realistischer Drumpattern inklusive massiver Sample-Library, als auch ein kreatives Groovebox- und Beat-Slicing-Instrument. Beide Konzepte bestachen durch schlichtes Design und guten Sound. Umso gespannter macht diese Historie auf das neue Produkt aus dem Londoner East-End – vor allem, da es sich diesmal um ein Dreierpack von spezialisierten Softsynths und somit um eine neue Kernkompetenz im Firmenportfolio handelt.

 

Schon im Vorfeld der Veröffentlichung und spätestens seit der Präsentation auf der NAMM 2009 tummelten sich erste Videos im Netz, in denen die drei Synthesizer Strobe, Cypher und Amber näher vorgestellt wurden. Die User-Kommentare gerieten stellenweise euphorisch, was auch das Interesse seitens der Presse mehrte. Nun sind die drei Synthesizer endlich erhältlich und werden hier einem ersten Test unterzogen.

 

Unter dem Namen DCAM: Synth Squad sieht man sich hier mit drei sehr individuellen Software-Synthesizern konfrontiert, die ausschließlich in dieser Konstellation als Bundle erhältlich sind. Während Strobe mit seiner Ein-Oszillator-Architektur eher in die Richtung klassischer subtraktiver Analog-Synthies im Stile eines Roland SH-101 zielt, versucht sich Cypher in analoger FM-Synthese und Amber in der Emulation alter String-Machines wie Eminent Solina oder Roland RS-505.

Das liest sich primär nicht sonderlich spektakulär, allerdings versprechen die grafische Oberfläche und vor allem die Technik, die sich hinter dem Akronym DCAM versteckt (Erklärungen dazu später), mehr als einen weiteren redundanten Spross in der großen Familie der Software-Synthesizer. Als Dreingabe schließt sich dem Ganzen zusätzlich ein semi-modularer Host namens  Fusor an, der mittels umfangreicher Modulationsmöglichkeiten und einer opulenten Effektsektion noch Einiges mehr aus den Synthesizern herausholen soll. Spätestens jetzt sollte klar sein, dass wir es hier mit einer Menge Stoff zu tun haben! Also beginnen wir am besten ganz vorne und sehen uns die Synthies genauer an.

AUTOR: JAN PAUL HERZER
Jan Paul Herzer arbeitet als freier Sound Designer und Komponist in Berlin. Er studierte Akustische Kommunikation an der UdK Berlin und ist Teil der Formation .computer.. Unter dem Namen Jan Hertz tüftelt er an seinem eigenen Entwurf von elektronischer Club-Musik.

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