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Ebenso schön und kreativ einsetzbar ist das Beat-Syncing der Oszillatoren. Die bei leicht verstimmten Oszillatoren entstehenden Schwebungen sind im Normalfall tonhöhenabhängig. Ein gerade eben noch wunderbar im Takt pulsierender Sub-Bass gerät beim Wechsel der Tonhöhe zwangsläufig aus dem Timing. Der Cypher bietet nun die Möglichkeit, eine Verstimmung unabhängig von den gespielten Noten durchzuführen. Mittels des Beat-Reglers wird ein Wert festgelegt, um den der Oszillator immer gegenüber dem ersten Oszillator verstimmt wird, was berechenbare und immer konstante Schwebungen ermöglicht. Damit sind zum Beispiel wabernde Dubstep-Basslines sehr einfach zu realisieren.


Als letzte Besonderheit sei hier die Sample- and Hold-Funktion genannt. Als Signalquelle eines Oszillators kann ein mit dessen Frequenz gesampeltes Signal eines anderen Oszillators in den Signalweg mit einbezogen werden, was sehr „digitale“ und experimentelle Klänge ermöglicht.

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Die Oszillatoren bieten zuguterletzt ein variables Routing auf zwei Filterwege. Diese können wahlweise parallel oder seriell betrieben werden, in jedem Fall wird aber die Cutoff-Frequenz global gesteuert und nur über einen für die Filter einzeln regelbaren Versatz individuell eingestellt. Es stehen jeweils acht Filter-Modi zur Verfügung, wobei grundsätzlich zwischen zwei durchaus unterschiedlich klingenden Filtertypen (transistor-ladder, bekannt z.B. aus dem Mini-Moog und state-variable) gewählt werden kann. Die Filter lassen sich ebenfalls durch die Oszillatoren modulieren und ermöglichen somit zusätzliche FM-typische Ergebnisse.


Des Weiteren kann wahlweise vor oder nach dem Filter noch ein Waveshaper eingesetzt werden. Mit ihm kann das Signal, noch bevor es die schon anhand des Strobes beschriebene AMP-Section erreicht, saftig verzerrt oder mit dem Analogue-Regler leicht verschmutzt werden.

Filtersektion des Cypher

AMBER
Dieses Instrument ist zweifelsohne der am höchsten spezialisierte Vertreter des Trios. Mit Amber wird der Versuch unternommen, die sogenannte „divide-down“-Syntheseform zu emulieren, die in den Siebzigern eine ganze Reihe von Instrumenten prägte. Anstelle einzelner Oszillatoren für die polyphone Klangwiedergabe nutzte man hier im Normalfall zwölf Oszillatoren in der höchsten Oktave, die nun durch Oktavierung auch sämtliche tieferen Tasten bedienten. Ein Oszillator war somit für den Klang mehrerer Tasten verantwortlich und gab so oftmals mehrere Tonhöhen gleichzeitig wieder. Diese Form von Synthesizern brachte klangliche Einbußen mit sich und führte zur Einführung eines weiteren, für die String-Synthesizer typischen Elementes, dem Choruseffekt. All diese Eigenheiten versucht Amber nun zu simulieren. FXPansion nähert sich der Aufgabe auch hier vor allem über die Modellierung alter analoger Bauteile und deren Integration in den virtuell-analogen Synthesizer.

Amber

Die tatsächliche Synthese beginnt beim Amber mit zwei Klanggeneratoren. Auf der einen Seite steht die Synth-Section zur Verfügung, die neben einer Sägezahn-Wellenform in zwei Oktavlagen einen Noisegenerator anbietet. Diese drei Signale können beliebig gemischt, in der Phasenlage zum zweiten Klanggenerator variiert und durch zwei Filterstufen geschickt werden. Als Erstes passiert jede einzelne Stimme - daher auch die durchaus hohe Anforderung an die Rechenleistung - ein einpoliges Filter (gleichzeitig Hoch- und Tiefpass) und danach ein resonanzfähiges Filter mit acht Filtermodi.

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Die zweite Sektion liefert einen typischen Ensemblesound in drei Oktavlagen, die ebensfalls frei miteinander gemischt werden können. Danach passieren sie, wie auch die Synthesizer-Sektion, pro Stimme ein Einpol-Filter und können dann nach ihrer Summierung mit einem Formantfilter weiter bearbeitet werden. Dieses stellt vier Bänder zur Verfügung, die mit einer Bandpass-Charakteristik und eigenen Frequenz- und Gaineinstellungen zur Formung der Ensemble- und durch optionales Routing auch des Synth-Sektion eingesetzt werden können. Auch dieses Filter ist resonanzfähig, allerdings wird dessen Stärke global, also für alle vier Bänder, gleichzeitig geregelt.

Ensemble- und Filer-Section des Amber

Im Anschluss an das Filter durchläuft das Signal - je nach Routing also nur das Ensemble- oder auch das Synth-Signal - die Chorus-Sektion, die essentiell für den charakteristischen Sound von alten String-Synthesizern ist. Drei verschiedene Eimerketten-Delays wurden modelliert und sympathischerweise anhand von Jahreszahlen sortiert. Das ausgewählte Modell kann durch einen Schalter aktiviert und anhand eines Rate-Reglers weiter angepasst werden. Zusätzlich stehen eine optionale Höhenanhebung und ein Regler zur Stereoverbreiterung zur Auswahl.

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Auch Amber ermöglicht die Modulation einzelner Parameter durch einen LFO, eine RAMP-Envelope, zwei Verstärker und eine frei zuweisbare Envelope. Aber auch hier kann das Spektrum durch den Einsatz des Trans-Mod-Systems noch beachtlich erweitert werden.

Zuletzt werden die Signale in einer Mixer- und Verstärkersektion zusammengeführt und können, wie auch bei den beiden anderen Synthesizern, schon am Eingang kräftig verzerrt werden. Dazu kommt der Analgue-Regler, der schon Störgeräusche und das oben beschriebene Brummen produziert, bevor überhaupt eine Note gespielt wird.

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