Workshop

Video-Workshop Folge 4: Extremes Singen

Von Growlen, Shouten und anderen Spezialitäten!

Gerade bei den "härteren" Gangarten des Rock und Metal kommt man als Sänger nicht ohne Shout- und Growltechniken aus. Diese Stilistiken gehören aber dummwerweise nicht zum Standardprogramm im "klassischen" Gesangsunterricht. So haben wir Catharina Boutari gebeten, sich dieses Themas für uns einmal anzunehmen! Als Unterstützung hat sich Catharina diesmal Noschka von der Band ONE SOUL aus Hamburg geholt. Schaut also rein in die Welt der „kaputten“ Sounds und was Ihr mit Eurer Stimme noch so alles machen könnt – ohne die Stimme zu verlieren:

1. Basics

Wir bewegen uns weg vom normalen, klaren, gesungenen Ton – hin zu all den anderen Sounds, die man mit seiner Stimme machen kann. In diesem Kapitel seht ihr, was für eine Rolle der Raum im Mund bei der Klangformung spielt, wie ihr an diesen "verzerrten" Sound kommt und welche Rolle das Mikrofon bei extremen Sounds spielen kann.

2. Melodie

Der Weg geht rückwärts: Vom Schreien zum Singen. Trotzdem ist die Melodie, die hinter dem gegrowlten oder geshouteten Ton liegt, wichtig. Noschka und Catharina zeigen Euch den Unterschied an dem Lied „Drifting“ seiner Band One Soul.

3. Richtig Schreien

Schreien macht die Stimme platt? Das muss nicht sein! Wie ihr laute, heftige Töne so hinbekommt, dass sie Euch nichts tun, seht ihr in diesen zwei Übungen. Wie geht richtiges "Rufen" – und wieso darf kein Unterschied zwischen "Rufen" und Singen sein? Und Last but not least: was macht Eure Atmung? Los geht's.

4. WARM UP

Immer heiser? Falls ihr leicht Stimmprobleme bekommt, kann es auch am fehlenden "Warmmachen" liegen – in Schirins Workshop (LINK) seht ihr dazu tolle Übungen! Natürlich singt Ihr Euch auch beim extremen Singen mit diesen allgemeinen Gesangsübungen ein. In diesem Kapitel seht ihr, wie man sich vor einer Show  „in Stimmung“ bringen kann, und man die richtigen Türchen öffnet, um Stimme und Emotion zusammen kommen und euch tragen. Vergesst nie: ihr müsst 100 Prozent bei der Sache sein, damit Eure Stimme gut durch kommt. Getreu dem Motto: ganz oder gar nicht!

5. COOL DOWN

Wie sagt man so schön? "What goes up, must come down" (in unserem Falle wäre "calm" wohl noch richtiger)! Wenn die Show vorbei ist, sollte man möglichst nicht gleich raus zu den Fans, sondern erstmal die Klappe halten und runter kommen! Neue Klamotten. Trinken. Den Rest der Band erstmal vorschicken. Zwei sehr schöne Übungen zum Stimme beruhigen (könnt ihr natürlich auch super als Warm Up machen) seht ihr in diesem Kapitel. Und immer dran denken: das Schreien im lauten Club beim Unterhalten mit den Fans hinterher ist tatsächlich anstrengender für die Stimme als die ganze Show vorher!

6. MIXEN DER SOUNDS

 Verschiedene Sounds können toll miteinander kombiniert werden. In diesem Clip seht ihr, wie sie Hintereinander und Übereinander angewendet werden können und klingen.

Abschließend ein paar Referenzen zur Inspiration und zum Üben:

Für die Jungs.
Bands: Fearfactory, Slipknot, Killswitch, Opeth, Machinehead.
Sänger: Mike Patton oder Devin Townsend

Für die Mädels.
Bands: Arch Enemy. Guano Apes, Holy Moses, Kitty.
Sängerinnen: Diamanda Galas (die CD mit John Paul Jones), Nina Hagen, Brody Dalle, Lisa Dalbello

User Kommentare

Jockey666 schrieb:21:16 | 25.04.2011

Echt cool! Endlich mal praktische Tipps ... das bringt mich weiter. Danke!

Timo J schrieb:21:00 | 12.05.2011

Hey. Im großen und ganzen ein sehr guter Workshop mit hilfreichen Tipps für Anfänger sowie Fortgeschrittene.Allerdings hätte ich mir gewünscht wenn ihr einen "bekannteren" Sänger geholt hättet. Mir würden da Andreas Dörner von Caliban und Marcus Bischhoff von Heaven Shall Burn einfallen. Die beiden haben nicht nur auf den Platten sondern auch live eine atemberaubende Scream/shout Stimme. Jetz mal von all den Effekten und Mic-Tricks abgesehen. Abschließend bleibt nur zu sagen das ihr eure Sache sehr gut macht und ich finde es auch schön das ihr euch in den alternativen Bereich hineinwagt.Liebe GrüßeTimo

Hanswurst schrieb:23:51 | 12.05.2011

Sry aber der Typ kann ja mal überhaupt nichts.

ayle schrieb:20:25 | 14.05.2011

workshop is kay..aber eigt nur zeug dabei des is schon ohne iwas wusste.. durch eigenes probieren..aber sry der typ kann gar nichts. un sein gesinge is echt scheiße.. ich geb 'hanswurst' recht..

Trude schrieb:12:12 | 19.05.2011

Gutes Thema für nen Workshop, aber leider klangen die Soundbeispiele bei beiden nicht dolle. Hier wären Sänger/Shouter mit einem gewissen Vorbildcharakter ganz hilfreich.

BonedoAlex schrieb:13:41 | 23.05.2011

Hi Leute, Danke für eure Kritik, das hilft uns natürlich unsere Leistungen in Zukunft mehr auf eure Wünsche abstimmen zu können.Weiter so!Gruß,Alex

eduard schrieb:20:20 | 11.06.2011

Oh mann! Da hättet ihr euch einen anderen einladen sollen der auch den unterschied zwischen klarem singen und shouten kennt und es auch macht bzw. beherscht. Ich höre gerade auf dem anderem Ohr seine Musik und klingt auch wohl gut (für den stil) aber ein Sänger ist er definitiv nicht. Im Studio gibt es 10000 sachen um die stimme so zu bearbeiten, dass fast jede stimme gut klingt.

Sophie.Cupcake :'> schrieb:14:04 | 25.06.2011

Heeey Erstmal. Alsoo das hat mir schon sehr weitergeholfen weil ich unbedingt screamen wollte und soo. :DDUnd ähm ja das war gut ;DAber ich hab noch eine Band empfelung bei den Mädeels. :)Wie wäre es mit 'The Agonist' ?!Ich liebe diese Band sehr *o*

Catharina Boutari schrieb:13:27 | 31.08.2011

Hey Sophie,danke für die Bandempfehlung. Ich liebe auch Mädels die screamen. Grüße Catharina

David_T schrieb:03:25 | 18.09.2011

Liebe Bonedo-Crewdiese Vorstellung hier ist leider etwas missglückt. Der theoretische Aspekt kommt nicht auf den Punkt und die Praxisbeispiele sind komplett misslungen. Falls ihr irgendwann wieder einen Workshop dieser Art plant, biete ich mich gerne dafür an. Ich singe verschiedene cleane Stile und Growls - checkt das Soundbeispiel und schreibt mir wenn ihr Interesse an einer Zusammenarbeit habt oder etwas wissen wollt. http://www.youtube.com/watch?v=aHm6RiLXlO8GrüßeDavid

RobinR schrieb:18:00 | 02.10.2011

Für alle zum mitschreiben:so müssen sich growls anhören!!! http://www.youtube.com/watch?v=c55ybIOGEeU&feature=related tut mir leid wenn ich das so sagen muss , aber der typ scheint growls nicht zu beherrschen

SceneKid Nr.1 schrieb:16:03 | 19.10.2011

OMG .. Was soll das sein? ..Ein Growl??Ich mein ich scream und growl/piq squeal in Inhale.. Aber was macht der? das hab ich schon mit 1 gemacht :DDDas is ma grnix??..Hört euch lieber We Butter The Bread With Butter an ... die wissen wie man Exhale growlt !Schlecht.. Deshalb kenn ich diese komiche band auch nicht !!.. weil der nix drauf hat .. Anfänger !

Bitnap schrieb:13:51 | 30.10.2011

Ich selbst bin Sänger in ner Band, das einzige was mir in dem Workshop geholfen hat war das mit dem Warm Up / Warm Down.Der Kerl kann leider gar nichts. Soll ich mal vorbeikommen und wir drehn den Spaß nochmal?Das Angebot steht.

jana  schrieb:21:05 | 17.11.2011

ok ...ja das hat mir schon n bisschen weiter geholfen und das growlen hab ich auch son bisschen drauf aber das shouten wurde inwie nicht erklärt weil wenn ich das mache dann ist das son voll komisches gefühl und inwie quitch ich dabei :( hmm übrigens die band Asking Alexandria (the final episode)die beste band die esgibt ziehts euch einfach rein ..ist infach das beste lied es ist einfach so epic O.o http://www.youtube.com/watch?v=rLQBebfEXpc

Felix schrieb:16:23 | 30.11.2011

Danke für den Workshop. Es ist verdammt schwer, sowas rüberzubringen wenn man es ausserhalb eines Bandkontex im formalen Rahmen für ein Tutorial tun "soll". Ich singe sehr gut im "growling"-Stil. Ich werde oft gefragt, wie ich das "gelernt" habe. Die Antwort ist erschreckend einfach: Garnicht! Ich konnte es von Natur aus, jeder Mensch kann es von Natur aus! Im Gegensatz zu den Einzelkindern von heute hatte ich das große Glück mit Geschwistern aufzuwachsen. Und das in einer Zeit, in der das Fernsehprogramm erst Abends begann, einen Sendeschluss hatte und es noch kein Internet und keine Spielkonsolen gab. Also habe wir als Kinder sehr viel Zeit gemeinsam verbracht. Mit Spielen, draussen rumspringen oder einfach nur "scheiss" machen. Das bestand manchmal nur darin, dass wir zusammen saßen und aus Spaß komische Geräusche mit unseren Stimmen machten. Da kam das gesamte Spektrum von dem dabei rum, was man als growling, pig squeal, crunching usw. bezeichnet. Ich war schon immer als Quatschkopf und habe das seit meiner Kindheit einfach beibehalten. In der Schule machte ich mit meiner growling-Stimme Zombigeräusche, auch bei der Arbeit konnte ich es nie lassen. Heute bin ich über 40 Jahre alt und ich habe mir nie was dabei gedacht, bis einige der Azubis auf mich zukamen und mich fragten, wie man "growlt", ich könne das doch so gut. Inzwischen growle ich auf meine alten Tage in einer Band. Aber ich kann es niemanden erklären wie es geht. Ich kann es einfach. Man muss es als Kind tun und darf nicht mehr damit aufhören. Sobald man damit aufhört, verlernt man es. Was das Singen und generell die Verwendung unserer Stimme betrifft können wir als Kinder fast alles. Nur unsere Eltern und vor allem die Lehrer machen das rigoros und gnadenlos kaputt!! Sei still! Sprich ordentlich! Sprich leise! ... All die schwachsinnigen Ermahnungen der Eltern machen alles kaputt: Die perfekte Atemstütze, die wir von Geburt an auf den Weg bekommen, und viele Einsatzmöglichkeiten unserer Stimme werden so zerstört. Einzelkinder, die nie mit Geschwistern zusammen abhängen und zusammen "scheiss" machen lernen es nie.

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Autor

Catharina Boutari

Catharina ist Sängerin, Gitarristin, Songwriterin und Vocalcoach. Bands: Uh Baby Uh, Catharina Boutari, Puder. Eigenes Label: Pussy Empire Recordings. Halbägyptischer, aus Köln stammender, fast Fischkopf. Liebt heimlich vor dem Spiegel posen, Glitz and Glam und vegetarisches Essen.

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