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Testmarathon Moogerfooger-Pedale

RENDEZ-VOUS AVEC LES FOOGERS...

Sehr gespannt erwartete ich die vereinbarte Zusammenkunft mit den Objekten der Begierde. Werden sie wohl pünktlich kommen? Wie sehen sie aus und wie fühlen sie sich an? Wie es sich für „echte Stars“ gehört, haben sie auch ordentlich auf sich warten lassen und sind erst 10 Tage nach dem verabredeten Zeitpunkt zu unserem Têtê à Têtê in Berlin erschienen. Haben die sechs kleinen Amerikaner aus der Traditionsschmiede Moog etwa Starallüren?

Lassen wir diese Frage erstmal unbeantwortet und kommen zur Sache. Vor mir liegen sechs edle Pedale aus dem Hause Moog: die Moogerfooger MF-101, MF-102, MF-103, MF-104Z, MF-105M und MF-107. Schon beim Auspacken und der anschließenden Verkabelung dieses Setups erstarre ich fast ein wenig vor Erfurcht, bekomme aber zeitgleich ein breites Grinsen ins Gesicht. Sechs mal Moog, das verspricht ein Sound-, Spiel- und Spaßabenteuer zu werden.

Wie man es von Moog kennt, steckt schon in dem Erscheingsbild der Treter sehr viel Liebe. Die Seitenteile sind typisch für analoge Kisten aus schickem Hartholz, dazwischen warten Potis und Schalter im originalen Minimoog Look darauf, von uns bewegt zu werden und uns haptisch zu verführen – so müssen sich Potis anfühlen. Auch die Effekt Ein- und Ausschalter sind sehr stabil konzipiert und sollten der Betätigung mit festerem Schuhwerk oder aus größerer Höhe standhalten. Beim Anschluss der Geräte fällt auf, dass auch bei den Klinkenbuchsen nicht gespart wurde. Die Tatsache, dass diese nicht wie bei vielen anderen Herstellern auf die Platine gelötet sind, verzeiht es, wenn die Sprung-/Tanzeinlage mal auf den Klinkensteckern landet. Die Netzteile sind schlank gehalten, sodass man sie problemlos nebeneinander in die Mehrfachsteckdose bekommt, allerdings sitzen die Stromversorgungskabel im Gerät nicht wirklich fest.

Nun genug der Vorschusslorbeeren, es zählen ja schließlich die inneren Werte. Schönheit vergeht, Sound besteht. Die Teile liegen charmant blinkend und in Reihe verkabelt vor mir, und ich bin etwas überfordert. Einfach mal drauflos, gefüttert mit dem Signal eines Moog Prodigy, komme ich erst eine Stunde später wieder zu mir und realisiere, wozu ich hier bin. Was ein Spaß, schade, dass ich die erste Stunde unseres Rendezvous nicht aufgenommen habe. Bleibt erstmal ganz nüchtern festzuhalten, dass fast alle Geräte über einen True Bypass verfügen, der durch eine rote LED angezeigt wird, was in der Live-Situation ein großes Plus ist. Die Pedale sind sehr bedienerfreundlich konzipiert, und ihre Potis erlauben jederzeit ein komfortables und sinnvolles Eingreifen. Durch die mitgelieferten Expression Pedale EP2 lassen sich nahezu alle Parameter steuern, sollte man beide Hände am Gerät brauchen. Wer hier angesichts der gehobenen Preisklasse eierlegende Woll-Milch-Säue erwartet, liegt leider völlig falsch: Jeder Moogerfooger kann prinzipiell eine Sache – und die besonders gut. Und die Frage nach Speicherplätzen und Batteriebetrieb muss für alle Geräte mit „nein“ beantwortet werden. Willkommen im Reich der ehrlichen Analogen!

Alle Geräte sind in ihrem Aufbau sehr klar strukturiert und damit auch für Synthesizer-Laien relativ schnell zu bedienen und zu verstehen. Ich habe mir die sechs Edeltretminen erst einmal auf Höhe meiner Synthesizer platziert, denn ich bringe es zunächst einfach nicht übers Herz, sie „mit Füßen zu treten“.

Gehen wir über zum Nahkampf, Mann gegen Moog.

Moogerfooger MF-104Z

09.02.2011 - Es gibt auf dem Markt unzählige gut funktionierende Digital-Delays. Warum sollte man sich also gerade für eines der teuren und auf 1000 Stück limitierten analogen Delays aus dem Hause Moog entscheiden… Mehr lesen...

 
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Moogerfooger MF-101

09.02.2011 - Moog hat nicht zuletzt wegen seines Tiefpassfilters Weltruhm erlangt. Das Herzstück des MF-101 ist genau dieses Filter. Mehr lesen...

 
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Moogerfooger MF-103

09.02.2011 - Ein Phaser liefert einen Effekt, der oft überstrapaziert wird. Warum es sich aber trotzdem lohnen kann, sich Moogs MF-103 einmal näher anzusehen, kann man im folgenden Kurztest lesen. Mehr lesen...

 
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Moogerfooger MF-102

09.02.2011 - Einen Ringmodulator als Bodenpedal sieht man nicht alle Tage. Apropos Ringmodulator und Moog? Da war doch was. Mehr lesen...

 
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Moogerfooger MF-105M

09.02.2011 - Eine Filterbank in Pedalausführung, ein analoges Pedal mit MIDI. Moog geht neue Wege. Bei so viel Innovationslust darf man gespannt sein, an wen sich das Gerät mit dem lustigen Namen wohl richtet. Mehr lesen...

 
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Moogerfooger MF-107

09.02.2011 - Beim MF-107 handelt es sich nicht um einen Klangverfremder, sondern um einen Klangerzeuger - ein Mini-Synthesizer zum Andicken und für Geräuschhaftes. Mehr lesen...

 
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Autor

Nico Schnepf

Nico Schnepf hat Popmusikdesign mit Hauptfach Keyboards an der Mannheimer Popakademie studiert.Derzeit schraubt der soundverliebte Schwarzwälder-Wahlberliner hauptsächlich für MINI MOUSTACHE,PAUCKER, NIAS und in seinem Studio Monohausen.

monohausen.de

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