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Test
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14.11.2012
Test

TC Helicon Mic Mechanic Test

Vocal Effekt-Pedal

Kosmetikstudio light

Den Begriff "Mechanic" kann man entweder mit aufgebockten Autos, alten Reklameschildern für Stoßdämpfer und Schraubern im Blaumann mit ölverschmierten Händen verbinden, oder aber den gleichnamigen Film mit einem genialen Charles Bronson im Sinn haben, der dort Arthur Bishop, den hochprofessionellen Auftragsmörder (eben einen "Mechanic") spielt. Dieser Mechanic benutzt seine Stimme den gesamten Film über nur recht selten – damit wäre wohl geklärt, welche Assoziationen für das kleine Bodentreterchen man bei TC Helicon intendiert hat, denn schließlich ist es im weitesten Sinne ein Effektgerät für die Gesangsstimme.

TC Helicons Mic Mechanic ist ein kleines Bühnen-Helferchen, welches das Mikrofonsignal vorverstärkt, den Gesang bei Bedarf in der Tonhöhe geradezurücken vermag, ihn ohne weiteres Zutun komprimiert, mit einem Equalizer versieht, gatet, de-esst und mit wählbaren Reverb- und Delay-Effekten versorgt. Der rote Bodeneffekt ist nicht der erste seiner Bauform, sondern ähnelt sehr der Voicetone-Serie von TC Helicon.

Details

"Ob sich der Herr Autor da mal nicht vertan hat?", mag vielleicht jemand von euch beim Lesen gedacht haben. Mikrofonvorverstärker, Tonhöhenkorrektur, Gate, EQ, De-Esser, Kompressor, Reverb und Delay sind also alle in dieser winzigen Kiste? Aha? Tatsächlich, es stimmt: In dem kleinen Metallgehäuse tummeln sich tatsächlich all diese Fähigkeiten, doch wie man sich schnell denken kann, geschieht dies adaptiv – also ohne Eingriffsmöglichkeiten auf sonderlich viele Parameter, wenn überhaupt etwas eingestellt werden kann. Ob TC Helicon mit dem Mic-Mechanic nur einen Zwischenschritt zum allumfassenden "Bessermacher" hergestellt hat, der dann komplett aller lästiger Bedienelemente entledigt sein wird? Eine schwarze Kiste mit "Garbage Input" und "Perfect Signal Output"? Nun, ich möchte ja nicht sticheln, sondern ein Produkt testen.

Für die verbleibenden Einstellmöglichkeiten stehen drei weiße Regler aus dem Mechanic hervor. Ganz rechts kann die Stärke der Tonhöhenkorrektur bestimmt werden, im Uhrzeigersinn von "Aus" über leichte bis starke Korrektur und Cher-Effekt. Der kleine Tone-Button darunter aktiviert die umfangreiche, aber mysteriöse "Klangverbesserung", welche die Parameter für die Dynamikbearbeitung und den EQ selbständig setzt.

Der mittlere Drehregler regelt den Anteil des ganz links wählbaren Effekts am Gesamtsignal in bekannter Dry/Wet-Manier. Aus der Welt der verzögernden Effekte lassen sich drei Raumgrößen wählen, konkret "Room", "Club" und "Hall". Außerdem kann man den Stufenschalter auf "Slap" (kurzes Delay) und "Echo" (hier gemeint: längeres Delay, das auch mit Feedback und musikalischen Zeiten benutzt wird) stellen - zudem kann das Echo mit den drei Räumen kombiniert werden. Im Süden des Gerätes findet man einen unbeschrifteten Fußtaster, an der linken Flanke den flachen Gain-Regler für den Vorverstärker, dessen XLR-Input wie der -Output, der Anschluss für das notwendige externe Netzteil und die USB-Buchse auf der Stirnseite wohnt. An der rechten Flanke findet man den Schalter, um die "Mic-Control"-Funktion des TC-eigenen Gesangsmikrofons aktivieren zu können. Es handelt sich hier um etwas sehr Einfaches, nämlich die Möglichkeit, mit einem Schalter im Mikrofon verschiedene Helicon-Effekte zu aktivieren.

Das Metallgehäuse steht auf einem großflächigen, weißen Riffelgummi, ein Batteriefach gibt es natürlich nicht. Eine kleine, mittige LED und eine rechts oben auf der Oberfläche noch angemerkt – und damit sind dann die äußerlichen Eigenschaften komplett benannt. Das Datenblatt gibt einen Signal-Störspannungsabstand von 104 dB an, der Frequenzgang läuft bei einer Toleranz von +0/-0,3 dB (!) von 20 Hz bis 20 kHz.

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