Tauchspulenklassiker Audiofiles im Direktvergleich
Reden kann man viel, schreiben auch. Hier könnt ihr jedes Mikrofon an jedem Signal anhören: Bassdrum, Snare, Hi-Hat, Bass, drei Gitarren und Gesang. Alle Mikrofone wurden so positioniert, dass die Membranen an exakt gleicher Stelle lagen.
Ausserdem gibt es hier die zusammengemischten Files als kleinen Song. Durch die Addition der Eigenschaften der jeweiligen Mikrofone werden deren Klangcharakter besonders deutlich. Weil jedes der Mikrofone nur einmal zur Verfügung stand, wurden die Drumsounds einzeln aufgezeichnet und dann mit dem Sequencer im Sampler angetriggert.
Ich habe beim Erstellen der Songs keinerlei Effekte verwendet, also kein Reverb, keine Dynamics, keine EQs (Nur die verzerrte Gitarre ist mit dem Fader gefahren, um dem Gesang kurzzeitig etwas Platz zu machen). Das ist natürlich dem Ergebnis unter ästhetischen Gesichtspunkten nicht immer zuträglich. Ausserdem würde man sicher einige stark färbende Mikrofone nicht unbedingt für jedes Signal verwenden wollen. Aber: Die Ergebnisse sind aussagekräftig.
Viel Spaß beim Durchhören! Wer statt der MP3-Files in unseren Playern übrigens lieber die PCM-Daten haben will, der kann sich das gesamte Paket hier herunterladen (143 MB, 102 Files):
- Classics Dynamic Alle Files (143 MB)
Ein kleiner Hinweis noch: In den Files des Sennheiser MD 21 könnt ihr je nach File ein Sirren hören, welches mein altes Mikrofon seit dem Testtag von sich gibt. Das ist natürlich nicht beabsichtigt, wie ihr euch vorstellen könnt. Es wäre aber zu schade und sehr ungerecht gewesen, das 21er deswegen links liegen zu lassen oder auf die Vergleichbarkeit mit den anderen Mikros zu verzichten, indem neue Files online gestellt werden. Das Sennheiser braucht sich nämlich auch so gewiß nicht zu verstecken…
Bassdrum Schlagfell
Bassdrum Resonanzfell/Loch
Snare Schlagfell
Hi-Hat
Bassamp
Gitarrenamp Picking
Gitarrenamp Hits
Gitarrenamp Chords
Vocals
kompletter Song
Gehört zur Serie
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Der bonedo-Redakteur ist studierter Tontechniker und doziert seit 2000 für SAE Institute. Er arbeitet freiberuflich als Fachjournalist, Workflow-Trainer, Engineer und Fotograf. Bei der Garage-Prog-Band “mouth” bedient Nick das Schlagzeug, “the angst automaton” ist sein IDM-/Trip-Hop-Projekt. 


Thomas schrieb:12:27 | 29.01.2012
Super Sache, der Mikrofon-Vergleich... Man könnte das ins Unendliche treiben, so wäre z.B. ein Vergleich der Profi-Mikros mit den teuren Amateur-Mikros interessant. Wie groß ist eigentlich der Unterschied zwischen den sehr guten Amateur-Miks und den "einfachen" Profi-Mikros? Ich habe z.B. einige Sennheiser MD 412, die oft als "kleiner Bruder" des MD 421 bezeichnet werden. Sie klingen sehr, sehr gut, wirken auch stabil, aber es gibt dennoch große Unterschiede zum 421 (das scheint stabiler und hat eine andere Richtcharakteristik, soviel ich weiß - das 412 hat eine Superniere)... Falls du den Test noch erweitern möchtest... melde dich einfach: ich habe neben einigen MD 412ern noch andere "Klassiker" aus dem höheren Amateurbereich....
Nick schrieb:11:28 | 30.01.2012
Hi Thomas,danke! Klar, natürlich wäre es schön, kreuz und quer alles miteinander vergleichen zu können. Wir haben uns aber bewusst auf die wichtigsten Tauschspulenmikros beschränkt. Was jetzt "Profi" und was "Amateur" ist, ist schwer zu sagen, früher konnte man das an den Anschlusskabeln festmachen, aber wenn man bedenkt, dass ein Shure SM57 heute unter hundert Euro kostet… und das ist nun mal ein Profiteil. Danke auch für das Angebot. Ich habe auch noch ein paar Tauchspulenmikros von Telefunken, Beyerdynamic und dergleichen auf Lager, aber wie gesagt wollten wir uns auf die wesentlichen Hupen beschränken. Wenn Du Informationen zum 412 und anderen suchst, Sennheiser ist da sehr servicefreundlich: unter http://sennheiser.de/sennheiser/home_de.nsf/root/service_download_download-old-manual findest Du einen Haufen Manuals.Beste Grüße,Nick
Daniel schrieb:08:27 | 02.03.2012
Hi Nick, Thanks for putting together this great review!May I ask you at what approximate distance was the singer's mouth to the sm57 mic? Was she almost "kissing" the grill? Thank you, Daniel
Nick schrieb:10:05 | 05.03.2012
Hi Daniel, cheers, I´m glad you like it. You´re right, the distance was quite close, 2 centimeters mouth to grille. You might agree this is not the ideal distance for studio recordings, but quite common in live situations, where singers tend to almost swallow up their microphones. A little less close, all of the microphones sound less muffled and dull. Regards, Nick
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