Sound-Alike #14- Andy Summers
Andy Summers wurde am 31.12.1942 im britischen Blackpool geboren. Er ist mit Abstand der Älteste der drei Police-Mitglieder. Ende der 60er Jahre war Andy in der Jazz-Szene in Bournemouth aktiv und verdiente mit kleinen Hotel-Gigs seinen Lebensunterhalt. Dann kamen Engagements mit dem Organisten Zoot Money und Eric Burdons Animals. Summers ging 1969 nach Kalifornien, um klassische Gitarre an der California State University of Northridge zu studieren und schloss das Studium auch mit dem Bachelor Of Arts ab. 1973 ging es wieder zurück nach England, wo er sich in der britischen Musikszene einen Namen machte. Angeblich war er sogar als Ersatz für Mick Taylor bei den Rolling Stones im Gespräch.
1977 traf er auf Sting und Steward Copeland und stieg in deren Band „The Police“ ein. Und von da an ging es steil bergauf. Das Trio hatte einige Single-Hits und Hitalben, vor allem kreierten sie einen völlig eigenen Stil und Sound, den es in dieser Form im Trio noch nicht gegeben hatte. Andy Summers wird dabei oft als Klangmaler bezeichnet, der mit seinem Sound und seinem typischen Akkord- und Rhythmus-Spiel einen sphärischen Klangteppich über die Grooves von Copeland und Sting legte. Und deshalb geht es in unserem Sound Alike Special über Andy Summers genau um diesen Klang und wie man ihn mit herkömmlichen Pedalen erzeugen kann.
Andy Summers Betätigungsfeld ging weit über seine Mitgliedschaft bei The Police hinaus. Während sein Bandkollege Sting in der Zeit nach The Police neun Studioalben veröffentlichte, war Mr. Summers fleißiger und schaffte fast doppelt so viele. Allerdings muss man zugeben, dass dafür Sting von seinen Platten wesentlich mehr verkaufte … Hier ist eine nicht vollständige Liste von Andys Aufnahmen.
The Police - Studioalben
1978 Outlandos d'Amour
1979 Reggatta De Blanc
1980 Zenyatta Mondatta
1981 Ghost In The Machine
1983 Synchronicity
The Police - Compilations & Live
1986 Every Breath You Take - The Singles
1993 Message In A Box - The Complete Recordings
1995 The Police Live!
Andy Summers Solo
1982 Advance Masked
1984 Bewitched
1986 XYZ
1987 Mysterious Barricades
1989 The Golden Wire
1990 Charming Snakes
1991 World Gone Strange
1994 Invisible Threads
1995 Synathestesia
1997 The Last Dance Of Mr X
1998 Retrospective - Best Of
1998 Strings Of Desire
1999 Green Chimneys
2000 Peggy’s Blue Skylight
2002 Earth & Sky
2005 The X Tracks
2005 First You Build A Cloud
Andy Summers & Andere
1965 Zoot Money´s Big Roll Band - It Should Have Been Me'
1966 Zoot Money´s Big Roll Band - Zoot! Live At Klook's Kleek'
1968 Zoot Money´s Big Roll Band - Transition
1971 Eric Burdon & The Animals - Love Is
1975 Kevin Koyne - Matching Head And Feet
1975 Eberhard Schoener - Video Magic
1976 Kevin Koyne - In Living Black And White
1976 Kevin Koyne - Heartburn
1976 Eberhard Schoener - Flashback’’
1976 Jon Lord - Sarabande
1991 Toni Childs - House Of Hope
1992 Paolo Rustichelli - Capri
1998 Gregg Bissonette - Gregg Bissonette
2001 Manuel Barrueco - Nylon & Steel
Filmmusik
1984 Wild Life
1985 Band Of The Hand
1986 2010
1987 Down & Out In Beverly Hills
1988 End of the Line
1989 Weekend At Bernie's
1990 Deceived
1991 Motorama
1992 Another You
1993 Mississippi Masala
Selbstverständlich hat sich das auch das Werkzeug von Andy Summers im Laufe der Zeit geändert und je nach Einsatzgebiet setzte er entsprechende Gitarren und Amps ein. In der Zeit von The Police waren Telecaster und Marshall Amps die Haupterzeuger seines Sounds. Die Tele ist eine modifizierte 63´er mit Humbucker am Hals, Out-Of-Phase-Schaltung und einem integrierten Booster, der über ein zusätzliches Poti geregelt wird. Alles selbstverständlich nachträglich eingebaut - der Vintage-Fan wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen! Diese Gitarre wurde übrigens vom Fender Custom Shop in einer Auflage von 250 Stück eins zu eins nachgebaut und wird aktuell zwischen 5.000 und 10.000 Euro gehandelt! Beim großen Police Comeback-Auftritt bei den Grammy Awards 2007 spielte Andy Summers die geklonte Telecaster aus dem Custom Shop. Ab 1979 hatte Andy einen Deal mit Hamer und benutzte sehr oft, vor allem in Videos und Fernsehauftritten, deren Gitarren. Was tatsächlich im Studio zum Einsatz kam, ist nicht hundertprozentig verbürgt.
Andy war auch einer der wenigen Gitarristen, die einen Gitarrensynthesizer im Studio und auf der Bühne einsetzten. Zu Beginn seiner Zeit mit The Police benutzte er noch Effektpedale, die er sich von Pete Cornish in ein Effektboard einbauen ließ. In den achtziger Jahren wechselte er jedoch zu 19“ Effekten, die ihm Bob Bradshaw in einem Effektrack zusammenstellte. Dort konnte alles mit einem Knopfdruck gesteuert werden. Hier eine Liste der Gerätschaften, die Andy Summers während und nach der Police-Ära einsetzte.
Gitarren:
1963 Fender Telecaster Custom (mit Gibson PAF Humbucker am Hals)
1961 Fender Stratocaster (Fiesta Red)
1957 Gibson Les Paul Goldtop
1958 Gibson ES-335 (Sunburst)
1969 Gibson ES-335 (Cherry Red)
Gibson ES-175
Gibson ES-350
Gibson Chet Atkins (Nylon String)
Gibson Les Paul Junior
Hamer Standard (Explorer Style)
Hamer Sunburst
Hamer Phantom
Hamer Cherry Red Custom
Steve Klein Custom Guitar
Martin D-28
Roland G-303 (Gitarre für den Guitar Synthesizer GR-300)
Roland G-707 (Gitarre für den Guitar Synthesizer GR-700)
Verstärker:
Marshall JMP
Marshall SLP 100
Roland JC-120
Mesa Boogie MK II Combo
Mesa Boogie Tri Axis Preamp
Mesa Boogie 2:Ninety Stereo Endstufe
Custom Audio Electronics OD-100
Marshall 4x12 Boxen
Mesa Boogie 2x12 Boxen
Effektgeräte:
Electro Harmonix Electric Mistress
MXR Dyna Comp
MXR Phase 90
MXR Analog Delay
ZVex Fuzz Factory
Keeley Compressor
Maestro Echoplex
Musitronics Mu-Tron III Envelope Filter
Voodoo Lab Analog Chorus
ProCo The Rat
Lexicon PCM-70
Eventide Harmonizer H3000
TC Electronics 1210 (Expander, Chorus, Flanger)
Roland GR-700
Roland GR-300
Bob Bradshaw Switching System
Eine Sache muss immer klar bedacht werden. Die aufgeführten Gerätschaften, egal ob es das Original-Equipment ist oder ähnlich klingende Amps und Effekte, sind lediglich das Werkzeug zum Erzeugen des Sounds und der Musik. Aber das ist zum Glück lediglich die Hälfte dessen, was eigentlich zählt: Denn letztendlich ist es die Fähigkeit des Gitarristen, mit seinen Händen und seiner Musikalität die Töne zu erzeugen und den Klang zu formen, der den Gesamteindruck prägt. Um den Sound von Andy Summers nachzubasteln, sind ein paar Zutaten notwendig. Hier ist die Liste:
Gitarre
Für den Police Sound sollte es auf jeden Fall eine Gitarre mit Single-Coil Pickups sein. Bei den früheren Aufnahmen benutzte Andy Summers meist eine Telecaster, auf der Reunion Tour spielte er aber fast die Hälfte des Konzerts mit seiner roten Strat. Es funktioniert also beides.
Compressor
Der Compressor wird öfters eingesetzt, um Single-Note-Lines etwas in der Lautstärke anzuheben, damit man nicht so hart anschlagen muss und die Linien sich im Bandkontext gut durchsetzen. Hierfür eignen sich Standardpedale von Boss, MXR, Line 6 usw.
Overdrive
Andy Summers produziert nie einen typischen Hi-Gain-Sound, der Ton ist meist clean. Wenn eine Verzerrung benötigt wird, dann reicht immer die leichte Übersteuerung eines Röhrenamps. Um diesen Klang zu imitieren, eignen sich die normalen Overdrive-Pedale am besten, wie die ZVex Box Of Rock, der Ibanez Tube Screamer oder die Pedale von Fulltone und Keeler Design. Etwas günstiger und ebenso empfehlenswert sind der Boss Blues Driver oder Digitech Bad Monkey.
Chorus/Flanger
Der wichtigste Effekt. Wenn man an Andy Summers Gitarrensound denkt, fällt sofort das Stichwort „Chorus-Pedal“. Dabei hat er bei den älteren Aufnahmen einen Flanger benutzt, nämlich den Electric Mistress von Electro Harmonix. Dieser klingt aber nicht so extrem wie die Flanger von MXR oder Boss, vor allem, wenn man ihn sparsam einstellt. Ansonsten kann man mit einem Chorus-Pedal eigentlich nichts verkehrt machen, es muss lediglich etwas extremer eingestellt werden. Bei den Aufnahmen zu den einzelnen Songs habe ich verschiedene Flanger und Chorus-Pedale benutzt und irgendwie funktioniert alles, wenn es entsprechend eingestellt ist. Zu empfehlen sind unter anderem Boss CE-5, CE-20, Electro Harmonix Deluxe Electric Mistress Flanger, Line 6 MM4 (mit sehr guten Flanger- & Chorus-Simulationen).
Delay
Andy Summers benutzt ab und zu laut eingestellte Tempo-Delays (z.B. Walking On The Moon), daher sollte das Pedal auf jeden Fall eine Tap-Funktion besitzen, mit der man das Delay-Tempo per Fuß eintippen kann. Hierfür eignen sich unter anderem Line 6 Tone Core Echo Park oder DL4, Boss DD7 oder DD-20.VerstärkerStell deinen Verstärker auf clean ein, für die Verzerrung sorgt das Overdrive-Pedal.
Roxanne
Der Modulationseffekt wurde im Original von Andy Summers mit einem Electric Mistress Flanger erzeugt und ich habe bei der Aufnahme fast das gleiche Pedal (Deluxe Electric Mistress) und eine Telecaster benutzt. Bei der Reunion-Tour spielte Mr. Summers eine Strat und die Modulation kam von seinem TC 1210 Chorus. Wichtig ist bei den Flanger-Einstellungen, dass man den Effekt sehr sparsam dosiert, sonst klingt das Ganze zu überladen.
Message In A Bottle
Für das nächste Beispiel habe ich den Chorus ausgepackt. Der Mix- oder Effect-Level wird voll aufgedreht und Rate und Depth stehen auf 11 Uhr. Der Sound klingt dann leicht verstimmt. Außerdem sorgt ein Overdrive-Pedal für die kleine Portion Schmutz.
Hier ist das Riff mit der kompletten Band.
Every Breath You Take
Für diesen Sound werden mehrere Zutaten benötigt. Der Compressor boostet die Töne der Single-Note-Line. Man kann entspannt anschlagen und die Gitarre setzt sich trotzdem im Bandgefüge durch. Als Modulationseffekt kommt ein Flanger zum Einsatz, der genauso sparsam eingestellt ist wie das Delay. Das Echo ist genau auf Achtelnoten justiert, somit wird ein leichter Kanon-Effekt erzeugt. Die Gitarrenlinie klingt dadurch voller. Man hört das Delay auch auf der Original-Aufnahme nur an wenigen Stellen sehr deutlich, z.B. bei den doppelten „Saitenrutschern“ im Intro beim Akkordwechsel, ansonsten fügt es sich wunderbar in das Klanggebilde ein. Vorraussetzung ist allerdings, dass man genau in Time spielt.
Hier das gleiche Beispiel im Bandkontext.
So Lonely
Der Gitarrensound bei diesem Song ist im Verse minimal angezerrt und hat einen ebenso dezenten Modulationseffekt. Zur Nachbildung des Sounds habe ich dafür einen Chorus benutzt, die Effektgeschwindigkeit (Rate) sehr langsam und die Effekttiefe (Depth), also den „Verstimmungsfaktor“ des Chorus, auf 11 Uhr eingestellt. Dadurch bekommt man einen gleichmäßigen, leicht „hohl“-klingenden Effekt.
So klingt das Ganze dann mit der kompletten Band.
Walking On The Moon
Bei diesem Beispiel wird der Compressor dazu benutzt, den Attack des Anschlags knackig und definiert klingen zu lassen. Außerdem wird mit dem Pedal das Sustain künstlich verlängert, denn der Akkord soll ja über vier Takte klingen - bei einer Tele nicht immer einfach. Ein Chorus-Pedal ist selbstverständlich auch am Start, diesmal etwas großzügiger eingestellt. Der Depth-Regler wird weiter aufgedreht (14 Uhr), wodurch der Sound eine gute Verstimmung erhält, die in langsamen Intervallen hörbar wird. Der Speed Regler steht dabei auf 10 Uhr, keine schnelle Effektgeschwindigkeit also. Somit hat der lange gehaltene Akkord noch ein künstliches Vibrato und klingt etwas lebendiger. Dazu noch ein Echo mit einer Wiederholung, die aber sehr gut zu hören sein soll, weshalb der Mix-Regler auf 14 Uhr gestellt wird. Beim Verse wird das Delay ausgeschaltet.
Intro und Verse mit der Band.
Driven To Tears
Bei diesem Song hat Andy Summers im Studio zwei Gitarrenparts eingespielt, die auch klanglich leicht abweichen. Live spielt er eine Mischung aus beiden Parts.
Gitarre 1
Im Verse werden Single-Notes gespielt. Das Ganze selbstverständlich mit Chorus-Effekt, allerdings nur leicht hinzugemischt. Dafür habe ich den Mix-Regler am Pedal auf 12 Uhr zurückgenommen. Bei den bisherigen Beispielen war der immer voll aufgedreht, also volles Effektsignal. Jetzt ist das Verhältnis zwischen Effekt- und Direktsignal 50:50. Mit der Einstellung Speed auf 9 Uhr und Depth auf 10 Uhr ist der Effekt recht leicht eingestellt und erzeugt nur eine geringfügige Modulation.
Gitarre 2
Mit diesem Part werden Akkordeinwürfe gespielt, mit heftigem Chorus und einem vollen Effektanteil (Mix 17 Uhr), der schon ziemlich eiert (Depth 15 Uhr) und für reichlich Verstimmung sorgt. Dazu eine Prise Delay.
Hier hört ihr beide Gitarren im Panorama nach links und rechts gelegt zusammen mit Bass und Schlagzeug.
Demolition Man
Bei diesem Song spielt Andy Summers im Intro und Verse einige Solo-Licks. Hier die Einstellungen für Solo- und Rhythmus-Sound.
Rhythm - Part
Die Single-Note-Line erinnert ein wenig an „Driven To Tears“, allerdings ist der Chorus-Effekt bei „Demolition Man“ stärker.
Lead - Part
Beim Leadsound kommt Andy Summers Vorliebe für Jazz-Rock gut zur Geltung. Ein warmer Overdrive „Fusion“-Sound mit einem sehr leicht eingestellten Chorus, der das Ganze aber etwas breiter und weicher zeichnet. Ich habe hier den Mix-Regler auf 9 Uhr gestellt, also ein wirklich minimaler Effektanteil. Die Geschwindigkeit ist ebenfalls minimal und man erhält so einen Sound, der den Gitarrenton lediglich etwas andickt. Dazu noch etwas Delay in Viertelnoten, um dem Klang mehr Größe zu geben; gerade lange Töne werden künstlich im Sustain verlängert und das Spielgefühl erheblich verbessert. Man muss nicht so sehr um jede Note kämpfen, vor allem bei Gitarren mit Single-Coil-Pickups und nicht so ausgeprägtem Sustain.
Jetzt hört ihr beide Gitarren im Bandkontext.
Synchronicity II
Hier ist ebenfalls ein angezerrter Sound im Einsatz, allerdings mit weniger Gain als beim Leadsound für „Demolition Man“. Der Ton soll auch etwas weicher klingen, deshalb habe ich bei der Tele den Hals-Pickup gewählt und zusätzlich den Tonregler am Overdrive-Pedal auf 9 Uhr zurückgedreht. Ansonsten gibt es das Übliche: Chorus. Der wird aber in der Bridge (1 und 2) ausgeschaltet und ist nur in Intro, Verse und Chorus (logisch…!!!) aktiv.
Im Folgenden hört ihr die einzelnen Parts nur mit Gitarre.
Und der komplette Songaufbau von Intro bis Chorus mit Band.
Can´t Stand Losing You
Auch bei diesem Song muss ein wenig Pedal-Steptanz performt werden. In Intro und Verse ist der Sound clean und der Flanger aktiv. Ab der Bridge wird das Pedal ausgeschaltet, dafür kommt der Overdrive. Der Sound wird dreckiger und ohne Flanger ist der Ton definierter - auch das eine gute Steigerungsmöglichkeit beziehungsweise klangliche Abwechslung innerhalb der einzelnen Parts eines Songs.
Und das Ganze noch mal mit Band.
Don´t Stand So Close To Me
Die fetten Bass-Sounds im Intro hat Andy Summers mit dem Roland Gitarrensynthesizer GR-300 erzeugt. Das Teil wurde damals auch mit der dazugehörigen braunen Gitarre auf der Bühne eingesetzt.
Beim Gitarrenpart gibt es eine satte Portion Single-Note-Lines mit ordentlich Compressor für einen knackigen Attack. Dabei ist wichtig, dass die Noten eher weich angeschlagen werden, der Compressor übernimmt den Rest. Schlägt man hart an, dann klingen die Töne etwas zu heftig. Ein stark eingestellter Chorus sorgt für die nötige Breite. Hier sind die Einstellungen:
Die Gitarre klingt auf der Studioaufnahme im typischen 80er Sound, extrem knackig, viel Hall und schon gar nicht mehr so richtig nach Vintage Tele-Sound. Natürlich wurde im Nachhinein einiges mit Studio-Effekten nachbearbeitet. Ich habe das einmal mit den handelsüblichen Plugins getan und dafür auf die Gitarrenspur drei Effekte gelegt:
Compressor
Eine Simulation des Teletronix LA-2A, der Gitarrensound wird mit dieser Einstellung im Klangbild etwas nach vorne geholt und klingt direkter und präsenter.
Transient Designer
Was zum Teufel ist das? Hiermit kann man entweder den Anschlag oder das Sustain noch einmal besonders hervorheben. Ich habe hierbei den Attack-Regler weiter aufgedreht - der Anschlag wird lauter - und den Sustain-Regler zurückgenommen - das Signal klingt schneller aus. Der Klang wird noch knackiger und perkussiver. Ein sehr gutes Tool, um Rhythmus-Gitarren nach vorne zu bringen.
Equalizer
Zum Schluss gibt es noch etwas Frequenz-Finetuning mit dem EQ. Hier wurden die tiefen Mitten bei 300 Hz abgesenkt und Höhen bei 8 kHz angehoben, um den Sound klarer und brillanter zu machen.
So klingt das Ganze nur mit der Gitarre.
Und jetzt mit Band.
Vielen Dank an Martin Geiberger für das Einspielen der Drumtracks.
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Thomas Dill arbeitet seit vielen Jahren als Profigitarrist, Dozent und Produzent.Er ist Verfasser eines Buches über Gitarreneffekte. 


David schrieb:10:24 | 28.04.2012
Richtig geil gemacht und einen der kreativsten Gitarristen gewürdigt, auch Bass und Drums klingen richtig gut.
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