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Play-Alike David Gilmour - Gitarren Workshop

David Gilmours beste Riffs und Licks in Noten und Tabs

Tutorial - Spielen wie die Stars

Hier kommt Teil 3 unseres großen bonedo Pink Floyd-Specials. Nachdem die Gitarristen der Tribute Bands ihre Herangehensweise an Spiel und Sound David Gilmours vorgestellt haben, geht es jetzt mit einem kombinierten bonedo Sound- und Play Alike Workshop weiter.  

Und wie es sich für ein waschechtes bonedo Sound-Alike gehört, gibt es natürlich auch diesmal wieder detaillierte Informationen, wie sich die Sounds der vorgestellten Song-Parts mit Bodentretern oder Plug-Ins reproduzieren lassen.

 

DIE BAND - DER GITARRIST

Pink Floyd gründete sich im Jahr 1964 zunächst noch mit dem Gitarristen Syd Barret. Vier Jahre später, übernahm dann David Gilmour (*1946) Syds Job, der ein Schulfreund von ihm war. Gilmours musikalischer Einfluss ist sehr vielschichtig, angefangen mit den alten Blueshelden über Elvis und den Rock’n’Roll bis hin zu den Stones und Beatles. Vor seinem Einstieg bei Pink Floyd spielte er hauptsächlich in Coverbands - Mitte der Sechziger täglich Brot für die meisten Musiker. Mit seiner neuen Band sollte er in den Siebziger Jahren Musikgeschichte schreiben. Neben ihrer einzigartigen experimentellen Herangehensweise an die Musik selbst arbeitete die Band darüber hinaus mit einer gigantischen Bühnenshow, die zu jener Zeit unübertroffen war und auch heute noch viele Bands und Bühnendesigner inspiriert. Bis 1979 spielte Pink Floyd in der Besetzung David Gilmour (Gitarre), Roger Waters (Bass), Nick Mason (Drums) und Richard Wright (Keyboards) mehrere Albumklassiker ein.

Die Krise begann während der Erstellung ihres größten kommerziellen Erfolges, des Albums „The Wall“. Richard Wright verließ die Band noch vor der Fertigstellung des Albums und auch die Spannungen zwischen den beiden Köpfen Gilmour und Waters wuchsen. Ein weiteres Album war noch möglich (The Final Cut), dann gingen beide getrennte Wege, und der Kampf um den Namen Pink Floyd begann. Letztendlich bekam David Gilmour sämtliche Namensrechte und veröffentlicht mit den alten Kollegen (außer Waters) zwei weitere Alben und spielte einige Tourneen. Ein sehr gutes Dokument aus dieser Zeit ist die Live DVD „Pulse“.

Auf dem Live Earth Konzert 2007 in London gab die Band dann ein phänomenales Konzert in Originalbesetzung, was die Hoffnung nach einer vollständigen Reunion weckte. Zur Enttäuschung der zahlreichen Fans aber wurde daraus nichts und nach dem Tod von Richard Wright ist dieses Thema ohnehin ad acta zu legen. Was aber bleibt, sind viele Stunden wunderbarer Musik, prall gefüllt mit aufregendem Gitarrenspiel, dem wir uns jetzt widmen werden.

DIE AUFNAHMEN

Hier sind die Veröffentlichungen der Studioalben, die unter dem Namen Pink Floyd erschienen sind. Bei den ersten beiden ist noch Syd Barret an Gesang und Gitarre mit von der Partie.  

Hier sind die Veröffentlichungen der Studioalben, die unter dem Namen Pink Floyd erschienen sind. Bei den ersten beiden ist noch Syd Barret an Gesang und Gitarre mit von der Partie.

Studio-Alben
•    The Piper at the Gates of Dawn (1967)
•    A Saucerful of Secrets (1968)
•    Soundtrack from the Film More (1969)
•    Ummagumma (1969)
•    Atom Heart Mother (1970)
•    Meddle (1971)
•    Obscured by Clouds (1972)
•    The Dark Side of the Moon (1973)
•    Wish You Were Here (1975)
•    Animals (1977)
•    The Wall (1979)
•    The Final Cut (1983)
•    A Momentary Lapse of Reason (1987)
•    The Division Bell (1994)

•    The Endless River (2014)

Live Alben
•    Pulse (1995)
•    Is There Anybody Out There - The Wall 1980/81 (2000)

Film/DVD
•    Pink Floyd In Pompeji (1972)
•    Pulse (1995)
•    The Wall (Film von Alan Parker) (2000)

DAS EQUIPMENT

David Gilmour ist nicht sparsam, seine Effektracks sind voll und auf der Bühne stehen mindestens vier Amps und 4x12 Boxen. Er fährt ein amtliches Brett und so ranken sich einige Geschichten um den Gitarristen. Zum Beispiel, dass während des Konzerts im Earl’s Court im Rahmen der „Dark Side Of The Moon“-Tour bei diversen Solo-Passagen die Gitarre nicht auf der PA war, da das Direktsignal von der Bühne bereits laut genug war. Bei einem Clubgig hat das sicher jeder von uns schon mal fertiggebracht … aber in einer so großen Halle!? Respekt!

Gitarren

David Gilmour sieht man überwiegend mit einer Strat, und Fender widmete ihm sogar sein eigenes Signature-Modell. Über diese schwarze Gitarre wurde sogar ein Buch geschrieben (Phil Taylor - “The Black Strat – A History of David Gilmour’s black Fender Stratocaster”) und sie hat natürlich Musikgeschichte geschrieben. Im Laufe der Zeit wurde sie extrem umgebaut, und einem echten Vintage-Sammler würde sich angesichtes der Modifikationen der Magen umdrehen. Aber für einen Gitarristen ist eine Gitarre immer noch ein Werkzeug und Verbesserungen sind völlig legitim. Hier ist eine, selbstverständlich nicht vollständige, Liste der Gitarren, die Gilmour im Laufe der Zeit im Einsatz hatte.


•    1969er Fender Stratocaster (schwarz)
•    1983er Fender Stratocaster (rot)
•    1966er Fender Stratocaster (weiß)
•    1955er Gibson Les Paul Goldtop mit P90 Pickups
•    1966er Gibson Les Paul Goldtop mit Bigsby
•    1959er Fender Telecaster
•    1955er Fender Esquire
•    Fender 1000 Pedal Steel
•    Fender Deluxe Lap Steel
•    Jedson Lap Steel
•    Gibson J-200 Steel String Acoustic
•    Taylor Acoustic Nylon String
•    Martin D-35 Acoustic
•    Martin D12-28 12 String Guitar

Verstärker
Gilmour benutzt zwei Hiwatts und einen in Reserve für den Cleansound. Die Hiwatts wurden modifiziert, indem der original Preamp außer Betrieb gesetzt wurde und stattdessen eine Alembic F-2B Röhrenvorstufe dessen Job übernimmt. Dieses Tuning fand schon 1974 statt und seither benutzt er dieses Setup. Für leicht verzerrte Sounds sorgt ein Marshall Plexi, der zeitweise durch einen Boogie ersetzt wurde. Höhere Verzerrungen erzeugt David meist mit diversen Bodentretern. Eine hundertprozentige Angabe zum Signalverlauf gibt es nicht, aber es werden mehrere Amps gleichzeitig angesteuert, was den fetten, druckvollen Sound erklärt. Außerdem ist der Sound des Leslie Cabinets entscheidend - ein Hiwatt Amp steuert dieses an und das Signal läuft immer mit.

 

   Custom Hiwatt 100 (DR 103)

   Marshall SLP 100

   Mesa Boogie MkIII Head

   Fender Dual Showman Head & 2x15“ Speaker Cabinet

   WEM Super Starfinder 200 4x12 Boxen

   Marshall 4x12 Boxen

   Leslie Cabinet

   Yamaha RA-200 Rotary Speaker

   Doppola Rotary Speaker Cabinet

   Alembic F-2B Tube Preamp

Pedale


•   Electro Harmonix Big Muff

•   Dallas Arbiter Fuzz Face

•   Electro Harmonix Big Muff

•   Univox Uni Vibe

•   MXR Phase 90

•   MXR Dynacomp

•   MXR Noise Gate/Line Driver

•   MXR Digital Delay

•   Electro Harmonix Small Stone

•   Electro Harmonix Electric Mistress

•   Pete Cornish (ST-2) Treble and Bass Boost

•   Dunlop Cry Baby Wah Wah

•   Pete Cornish Tone Pedal

•   Pete Cornish Volume Pedal

•   Boss CE-2 Chorus

•   Boss DD-2 Delay

•   Boss CS-2 Compressor

•   Boss GE-7 Graphic Equalizer

•   Digitech Whammy Pedal

•   Chandler Tube Driver

•   Colorsound Power Boost

 

                      

Rack-Teile

•   Yamaha SPX90 Multieffekt (nur für Chorus benutzt)

•   Roland DEV-5 Digital Delay

•   TC Electronics TC-2290 Digital Delay

•   Korg DRV-3000 Digital Delay

•   Lexicon PCM70 Multieffekt

•   Rocktron HUSH II Noise Reduction

•   Pete Cornish Switching System

•   Bob Bradshaw Switching System

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