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26.09.2012
Test

Millenium DP2000 Multipad Test

Sample-Pad

Ein Tausendsassa für kleines Geld

Die Herausforderung mit dem Millenium DP2000 Multipad: Der verantwortungsvolle Umgang mit fast unbegrenzten Soundmöglichkeiten gehört zu den größten Problemen, die die Erfindung der elektronischen Klangerzeugung mit sich brachte. Bei all dem lustigen Geräuschemachen kann man schnell mal aus den Augen verlieren, dass man ja eigentlich Musik machen wollte.

Natürlich ist ein Gerät, mit dem man durch einfaches Anschlagen einer Klangfläche, authentische Geräusche aus der Tierwelt erzeugen kann, ein gefundenes Fressen für Menschen, die jahrelang mit ihrem geliebten Furzkissen für Angst und Schrecken gesorgt haben, aber vorab sei schon mal verraten, dass auf der Soundbank des DP-2000 weder eine Klospülung noch der Brunftschrei des gemeinen Tasmanischen Teufels enthalten sind. Da sollte es doch mit eben jenem Teufel zugehen, wenn man dieses Multipad nicht auch sinnvoll zur Verfeinerung musikalischer Kontexte nutzen kann oder um Soundlibrarys am Computer anzusteuern. Wie es derlei Aufgaben bewältigt und ob der Kasten noch mehr auf dem Kasten hat, untersuchen wir für euch in diesem Test.

Details

Auf den ersten Blick verströmt der Testling doch eher einen gewissen Kinderspielzeugcharme, was vornehmlich am in das Gehäuse eingefügten Griff liegt. Auch das hochglanzpolierte Weiß und die starken Abrundungen der Kunststoffabdeckung passen zu diesem Eindruck. Ein wenig eingelassen in diese Abdeckung befinden sich die acht rechteckigen Schlagflächen aus einem schwarzen, gummiartigen Material. Sie überragen das Chassis um etwa einen Zentimeter und haben ein Maß von zirka neun mal elf Zentimetern. Jeweils vier Pads liegen nebeneinander mit einem Abstand von einem halben Zentimeter, die Ecken der äußeren Pads in der unteren Reihe sind abgerundet. Das Bedienfeld befindet sich auf der linken Seite und besteht aus zwei Volumenreglern (Phone und Master), einem siebeneinhalb mal fünf Zentimeter großen Display, neun Funktionstasten (Kit, Start/Stop, Record, G.Box, Click, Phrase, Enter, Setup, Exit) sowie einem großen Drehregler an der Unterseite. Des Weiteren befinden sich noch schmale LED-Leuchtstreifen im Gehäuse, und zwar jeweils über den oberen Schlagflächen und unter den unteren Schlagflächen. Alle Anschlüsse befinden sich unterhalb des Griffes an der Rückseite des Gerätes. Von links nach rechts gesehen sind das: MIDI Out, MIDI in, USB, Foot SW, Kick, Ride, Snare, Hi-Hat, Hi-Hat CTRL, Headphone, Line Out L/Mono, Line Out R, Line In, DC 9V IN, On/Off Kippschalter. Alle Ein- und Ausgänge haben das Standardklinkenmaß 6,3 mm.

Die Unterseite des Gerätes ist so geformt, dass im Betrieb auf einer planen Unterlage eine Neigung nach vorne entsteht. Vier kleine Füße aus weichem Kunststoff sorgen für einen sicheren und schreibtischschonenden Stand. Will man das Multipad auf einem Stativ befestigen, muss die mitgelieferte Metallrosette mit vier Schrauben an der dafür vorgesehen Stelle befestigt werden. Die Schrauben und ein passender Schraubenzieher sind ebenfalls dabei. Als weiteres (eher unfreiwillig komisches) Gimmick befinden sich in der rechten Seite des Gehäuses zwei Trommelstöcke, die mit einer Federmechanik einrasten und mittels leichtem Druck freigegeben werden. Da fehlt eigentlich nur noch die Halterung für den Zahnputzbecher. Komplettiert wird der Lieferumfang durch das Netzteil und einen Stimmschlüssel, mit dem die Feststellschraube an der Rosette bedient werden kann. Ach ja, eine umfangreiche Bedienungsanleitung gibt es natürlich auch, allerdings nur auf Englisch. Dann will ich mal hoffen, dass meine Sprachkenntnisse ausreichen, um allen Funktionen auf die Schliche zu kommen.

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