Hersteller_Mapex
Test
4
14.09.2012
Test

Mapex Black Panther Retrosonic Test

Walnuss-Snare

Put it in a nutshell...

Willkommen zum Test über die Mapex Black Panther Retrosonic Snare - einem echten Retro-Hingucker. "Put it in a nutshell..." sagt ein englischsprachiger Bekannter von mir immer, wenn er etwas auf den Punkt bringen will. Dieser Satz fiel mir als erstes wegen seiner schönen Doppeldeutigkeit im Zusammenhang mit meinem aktuellen Testobjekt ein. Heute werfe ich nämlich einen genauen Blick auf die Mapex Retrosonic. Diese hat einen Kessel aus reinem Walnussholz, also quasi einen "Nutshell".

Meine Erwartungen sind hoch, wenn ich höre, dass neue Mapex-Produkte zum Test zu mir unterwegs sind. Nicht nur waren alle bisherigen Testobjekte tadellos gefertigt und von hoher Qualität, sondern zusätzlich noch sehr ideenreich und mit tollen Features ausgestattet. Auch der Name "Retrosonic" (frei übersetzt "alt klingend") lässt mein Interesse nicht gerade sinken. Also fange ich jetzt mal schnellstens an, die Snare ihres mitgelieferten Cases zu entledigen.

Details

Hier kommen erst einmal die Fakten. Der Kessel meiner heutigen Testkatze besteht, wie erwähnt, aus Walnussholz. Er ist neunlagig und 8,1 mm stark. Die Kesselgratung nennt Mapex 1:9. Nach dem Studium verschiedener Theorien zu dieser Formel und der Beobachtung am Instrument bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass hiermit nicht versucht wurde, den Gratungswinkel zu verschlüsseln, denn dieser beträgt wie üblich 45 Grad.

Vielmehr gibt 1:9 die Position der Gratung an. Diese liegt beim Kessel der Retrosonic am äußeren Kesselrand auf der letzten der neun Holzlagen. Die "Blaster"-Snaredrum, ein anderes Modell aus der Black-Panther-Reihe, hat zum Beispiel 5:5-Gratungen, was bedeutet, dass der Grat sich hier in der Mitte der Kesselwand befindet.

Für einen Teil des Retrolooks sorgen die Tube-Lugs. Hiervon befinden sich zeitgemäße zehn Stück am Trommelkessel. Diese sind jeweils mit Gummi unterlegt, um Klappergeräusche zu vermeiden. Ebenfalls sehr retro sind die "Sonic Saver"-Spannreifen, die den ehrwürdigen "Stick Saver"-Hoops der Firma Slingerland aus den 60 er Jahren sehr ähneln.

Ihre Oberkante ist im Gegensatz zu herkömmlichen Spannreifen nach innen gefaltet, was sich stockschonend auswirkt, wenn man oft Rimshots spielt. Natürlich macht sich das auch klanglich bemerkbar. Weniger retro dagegen ist die Snareabhebung. Diese nennt Mapex "Piston Style Throw-Off". "Piston Style" heißt übersetzt "Kolbenstil". Hiermit beschreibt Mapex das Funktionsprinzip, bei dem die beweglichen Teile der Abhebung wie Kolben innerhalb von Zylindern laufen.

Sie ist beidseitig verstellbar und mit "Microlock" ausgestattet, was wiederum bedeutet, dass die Teppichspannung des 20-spiraligen Teppichs gerastert eingestellt wird. Zu guter Letzt noch der Blick auf´s Wetter, äh, die Felle. Hier kommen sowohl auf der Schlag-, als auch auf der Resonanzseite die guten Remo Weatherking Ambassador zum Einsatz. Das Obere ist natürlich White Coated.

Verwandte Artikel

User Kommentare

Noch keine Kommentare zu diesem Artikel vorhanden

** Schreibe jetzt den ersten Kommentar **