MakeMusic Finale 2012 Test
Professionelle Notationssoftware
Klassiker oder Auslaufmodell?
Auf die Frage nach einer professionellen Software zur Musiknotation gab es lange nur eine Antwort: Finale. Seit seiner Geburt im Jahr 1988 (damals noch unter der Regie der Firma Coda) hat das Programm eine lange Entwicklung durchschritten, ohne dabei jemals Zweifel an seinem Anspruch auf die Technologieführerschaft zuzulassen. In letzter Zeit konnten die Wettbewerber jedoch aufholen. Das direkte Konkurrenzprodukt Sibelius gewinnt mehr und mehr Anhänger, und auch die einschlägigen DAWs können mittlerweile mit durchaus hochwertigen Notations-Editoren aufwarten. Zeit für einen Praxis-Check: Ist das Urgestein nach wie vor das Maß aller Dinge?
Finale wendet sich an Komponisten und Arrangeure, die ein Werkzeug für die Erstellung von druckreifen Partituren und Auszügen benötigen. Die Software ist im professionellen Segment nach wie vor marktführend und wird von vielen Notenverlagen, Hochschulen und Filmkomponisten eingesetzt. Neben umfassenden Tools zur Realisierung auch ungewöhnlicher Notationen und Layouts bringt Finale auch eine umfangreiche Sound-Library mit, mit der sich das Werk jederzeit zum Klingen bringen lässt. Dadurch kann Finale nicht nur bei der Notation, sondern auch beim Komponieren, Arrangieren und Orchestrieren behilflich sein. Abgerundet wird das Ganze durch praktische Features wie eine Dokumentenverwaltung, automatische Extraktion und Verwaltung von Einzelstimmen sowie verschiedene Werkzeuge zur Erstellung von Unterrichtsmaterialien. Doch verschaffen wir uns zunächst einen Überblick.
Audiobeispiele
Pro + Contra
- Pro
- Hervorragende Notationsqualität
- Partitur-Manager
- hochflexibel bis ins kleinste Detail
- integrierter PDF- und Postscript-Export
- umfangreiche Sound-Library von Garritan
- Contra
- vergleichsweise komplizierte Bedienung
- Seitenlayoutprozess mühsam
- Klangqualität der mitgelieferten Sounds entspricht nicht mehr dem Standard









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