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Eich Amplification T900 Test

Eich Amplification (kurz: Eich Amps) ist eine noch sehr junge Firma, die für edles, ausschließlich in Deutschland hergestelltes Bassequipment steht. Dass hinter der neuen Amp-Schmiede allerdings ein alter Hase der Branche steckt, dürfte den meisten vermutlich bereits bekannt sein: Chef und Mastermind der Firma ist kein Geringerer als Thomas Eich, der schon mit den Firmen Tech, Tech Soundsystems und Tecamp feinstes Equipment für die Tieftöner im Programm hatte. Es verwundert deshalb auch nicht, dass die Verstärker und Boxen von Eich Amplification sehr viel mit den Tecamp-Produkten gemeinsam haben. Thomas Eich hat allerdings an einigen Stellschrauben gedreht, um die Qualität und den Sound der bewährten Geräte abermals zu verbessern. In diesem bonedo-Test schauen wir dem Eich T900 unter die Haube – einem ultrakompakten und außerordentlich leichten 900 Watt starken Basstop mit Class-D-Endstufe und Schaltnetzteil.

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Details

Den grundsätzlichen Aufbau und den Formfaktor hat der T900 unverkennbar von seinem Tecamp-Vorgänger geerbt. Mit den Maßen 27 x 4,5 x 21 cm ist der T900 in der Größe mit dem Puma 900 nahezu identisch. Auch gewichtsmäßig liegen die beiden Amps dicht beieinander (Eich T900: 1,69kg, Tecamp Puma: 1,49).
Der Eich T900 ist damit sicherlich einer der kompaktesten und leichtesten Bass-Heads seiner Leistungsklasse. Zudem verschwindet er problemlos in der Fronttasche der Bass-Gigbag und verursacht somit kaum zusätzlichen Transportaufwand. In Sachen Schleppfaktor gehen für den T900 also schon einmal alle Daumen steil nach oben.
Die super kompakte Bauweise und das niedrige Gewicht gehen beim Eich-Top allerdings keinesfalls auf Kosten der Qualität. Ganz im Gegenteil: der T900 wirkt außerordentlich hochwertig. Das mattschwarze Metallgehäuse mit dem aufgedruckten Firmen-Logo ist nicht nur elegant, sondern auch sehr stabil und befindet sich verarbeitungsmäßig auf höchstem Niveau.

Fotostrecke: 3 Bilder Der T900 ähnelt seinem Tecamp-Vorgänger Puma in großen Teilen.

Auf dem Boden sitzen große Gummifüße, damit das sehr leichte Gerät einen rutschfesten Stand hat. Thomas Eich hatte allerdings eine clevere Idee, die seinen Tops zu noch besserem besseren Halt auf den Eich-Boxen verhilft. Neben den vorderen Gummifüßen parken nämlich zwei kleine Magnete, die sich mit einer Metallplatte auf der Oberseite der Eich-Boxen verbinden. Ärgerliche Amp-Unfälle durch zu kurze Kabel u.ä. gehören damit der Vergangenheit an. Das ist schon eine sehr clevere Lösung! Für Bassisten, die den T900 ohne Eich-Box verwenden, liegt im Karton außerdem eine Antirutsch-Matte.

Fotostrecke: 2 Bilder Nicht nur Gummifüße, sondern auch Magnete – zumindest …

In Sachen Bedienung setzt Thomas Eich auch bei seinen neuen Amps auf Einfachheit und verbaut auf der schicken Alufront des T900 ein intuitiv zu bedienendes Regler-Set. Direkt hinter der Input-Klinke liegen der obligatorische Gain-Regler mitsamt einer Clip-Led sowie der bereits vom Puma bekannte Taste-Regler.
Damit wären wir auch schon bei den Tone-Shaping-Tools des Eich T900, denn der Taste-Regler bietet schon vor dem eigentlichen EQ die Möglichkeit, den Grundsound des Amps effektiv in verschiedene Richtungen zu formen. Dreht man den Regler aus der Mittelstellung nach rechts in Richtung “Rich”, wird der Sound voller, wärmer und runder, auf der linken “Dry”-Seite des Reglerweges liegen schlankere und drahtigere Sounds.
Darauf folgt der eigentliche Vierband-EQ des Topteils mit Reglern für Bässe, Tiefmitten, Hochmitten und Höhen. Den Abschluss auf der Front bildet die Ausgangssektion, die sich aus dem Master-Regler für die Endlautstärke und dem symmetrischen DI-Out in Form einer XLR-Buchse zusammensetzt. Zwischen Regler und Buchse ist außerdem noch Platz für einen kleinen Groundlift-Switch und zwei beleuchtete Taster für die Pre/Post EQ-Funktion des DI-Ausgangs und die Mute-Funktion des Amps.

Fotostrecke: 4 Bilder Die Front des T900 wurde sehr übersichtlich gestaltet.

Auf der Rückseite des T900 ist der Platz logischerweise auch eher knapp bemessen. Trotzdem bietet der T900 aber alle Features, die man von einem modernen Bass-Head erwartet. Zur Verbindung mit den Boxen gibt es eine Speakon/Klinke-Kombibuchse. An die Aux-Klinke kommt eine externe Audioquelle, wie beispielsweise ein MP3-Spieler oder ein Drum-Computer. Und auch an einen Kopfhörerausgang zum stillen Üben wurde gedacht – dieser sitzt, ebenfalls in Form einer Miniklinke, direkt über dem Aux-In.
Auf der rechten Seite finden wir schließlich eine Klinke zum Anschluss eines Stimmgerätes, eine Line-Out-Klinke für die Weiterleitung des Signal an eine zusätzliche Endstufe oder zu einem Mischpult, sowie zwei weitere Klinkenanschlüsse (Send/Return) für den parellelen Effekt-Loop des T900. Die Return-Buchse kann darüber hinaus auch als Line-In zur Verwendung von anderen Preamps oder externen Audioquellen mit der Endstufe des T900 verwendet werden.

Fotostrecke: 3 Bilder Ebenfalls sehr übersichtlich: das Rear Panel.
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Profilbild von Marius Muelhoefer

Marius Muelhoefer sagt:

#1 - 22.05.2017 um 17:56 Uhr

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Kann dem Review in allen Punkten zustimmen. Bei mir ist der T-500 im Einsatz und ich muss sagen, dass ist mit Abstand der ausgewogenste Amp, den ich je hatte. Bin auch sehr angetan vom geringen Gewicht - was aus nicht mal 2kg so rauskommt, macht einfach Spaß.

Profilbild von lars.bonedo

lars.bonedo sagt:

#2 - 23.05.2017 um 13:56 Uhr

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Hi Marius!Schönen Dank für dein Feedback, das freut uns zu lesen! Ja, Thomas Eich macht sich einfach richtig Gedanken zu seinen Produkten und wird scheinbar niemals müde, neue Innovationen einzubringen. Ein Hersteller mit Herz und Verstand - so muss das sein!Weiterhin viel Spaß mit deinem T500 und schöne Grüße, Lars

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