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Test
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16.11.2012
Test

Apogee Quartet Test

USB Audio Interface

Aller guten Dinge sind Vier!

Mit dem neuen Quartet setzt Apogee konsequent den neuesten Trend in Sachen Audiointerfaces fort: Schicke Table-Top bzw. Desktop-Interfaces, welche wichtige Bedien- und Übersichtselemente in direkter Reichweite unkompliziert zur Verfügung stellen. Das prominenteste Gestaltungselement ist hier dabei sicherlich der große Alu-Encoder, welcher vornehmlich zur Steuerung der Hauptausgangs-Lautstärke angedacht ist, selbstverständlich aber auch andere Gain-Steuerungen übernehmen kann. So spart man sich als „kompakter“ Projektstudio-Besitzer zumindest schon mal einen Monitorcontroller, aber auch Pegelvisualisierungen oder ähnliches.

RME hat übrigens vor gar nicht allzu langer Zeit den Grundstein für diese Entwicklungen mit dem Babyface gelegt, was wir selbstverständlich auch schon auf bonedo.de getestet haben. Ähnlich verhält es sich mit dem ziemlich identisch ausgestattetem MOTU Track 16,  das wir erst vor kurzem getestet haben. Nur Apogee zeigte sich bisher etwas zurückhaltender, was diese Form von Audiointerfaces betrifft und hatte auch mit dem Duet 2 bisher auch nur die eher sehr puristische USB Lösung im Angebot. Die entsprechenden Links zu den Test findet ihr übrigens, wenn ihr auf die Namen klickt.

Details

Das Apogee Quartet ist ein 24-Bit/192 kHz USB-2.0 Audio-Interface für den Mac. Mit vier analogen Inputs, acht analogen Outputs sowie maximal acht digitalen Eingangskanälen gehört es zu den etwas umfangreicher ausgestatteten Interfaces, die gerade so noch in die Laptop-Tasche passen.

Das schräge Design beschreibt man am besten mit „Table-Top Bauweise“, da das Quartet am besten vor bzw. neben einem auf dem Arbeitstisch steht, wo es vom Anwender optimal von der schicken Alu-Bedienoberfläche mit den schwarzen „Touch-Tasten/Display“ aus  bedient werden kann. Das restliche Gehäuse ist indes aus Stahl. 

Die Anschlüsse befinden sich hingegen gut sortiert und sauber zugänglich auf der großzügig dimensionierten Rückseite. Nur der 6,35 mm Kopfhörerausgang nimmt eine sinnvolle Außenseiterrolle ein und wurde an der rechten Seite platziert.

Von hinten betrachtet erklärt sich auch der musikalisch anmutende Name: Quartet = Vier Gleiche = Vier Preamps mit XLR/TRS-Combo-Buchse. Die Preamps bieten dabei einen beachtlichen Gain von bis zu jeweils 75 dB Gain für Mikrofon-Signale und immer noch gewaltigen 65 dB Gain für Instrumenten-Signale. 

Die Input-Gains lassen sich von dem großen Alu-Encoder aus komfortabel am Gerät einstellen, wofür die berührungsempfindlichen „glatten“ Taster mit der Beschriftung von „1“ bis „4“ angedacht sind. Das linke der insgesamt zwei Farbdisplays unterstützt einen dabei auch visuell bei der Aussteuerung. In diesen Zusammenhang besonders interessant: Es gibt auch einen Touch-Tasten-Befehl „Clear Meters“, welcher die Peak-Detection der Inputs erneut startet. Sehr gut!

Über die kombinierten Anschlüsse können natürlich auch konventionelle Line-Signale aufgenommen werden - der Anschlusstyp bzw. das Gain/Impedanz-Setting wird dann  von der proprietären Steuer-Software Maestro 2 aus eingestellt. 

Ganz selbstverständlich bietet das Netzteil-gespeiste Apogee aber auch eine auf alle vier Inputs einzeln zuschaltbare 48V-Phantomspeisung, eine sogenannten Phasen-Invertierung und auch die Möglichkeit, Eingänge in bis zu zwei Gruppen zu organisieren, sowie natürlich auch den berühmt-berüchtigten „Soft-Limit“ Limiter, welcher kurzzeitige Übersteuerungen bzw. Clippings des A/D-Wandlers zu vermeiden versucht. All diese Features können in Maestro 2 aktiviert werden, was darüber hinaus aber auch noch umfangreichere Routing-Jobs übernehmen kann.

Zu den vier analogen Kanälen gesellen sich auch noch zwei digitale Lightpipe-Eingänge, wodurch bei einer Abtastrate von 44,1 kHz bis 96 kHz über ADAT bzw. S/MUX-2 bis zu acht weitere Kanäle digital aufgenommen werden können. 16-Kanäle-Input oder S/MUX-4 gibt es allerdings nicht, was konkret bedeutet, dass bei 192 kHz keine digitalen Inputs zur Verfügung stehen.

Ausgangsseitig geht es mit acht analogen Kanälen zur Sache: Davon entfallen sechs Kanäle auf die symmetrischen 6,35 mm TRS-Buchsen und die beiden anderen Kanäle auf den bereits erwähnten 6,35 mm Stereo-Kopfhörerausgang.

Da es keinen Lightpipe-Ausgang gibt, braucht man für die saubere Synchronisierung mit optionalen Wandlersystemen ein anderes Clock-Signal. Apogee versteht sich hierbei nur als „Master“, wonach es nur einen Wordclock-Ausgang - und keinen Wordclock-Eingang -  zu vermelden gibt. 

Neben den beiden optischen Eingängen befindet sich rückseitig auch der Micro-USB-Port, welcher dem eigentlichen Anschluss an einen Mac dient. Warum man sich nicht hier nicht für einen etwas größeren, konventionellen Steckertyp entschieden hat, leuchtet mir persönlich nicht ganz ein. Sei es drum. Die im Kontrast dazu „gewöhnlich scheinende“ USB-Buchse vom Typ A hingegen ist für den Anschluss von Core-Audio-kompatiblen MIDI-Gerätschaften gedacht, was gerade bei Laptop-Nutzung äußerst praktisch ist, da ein USB-Hub so unter Umständen obsolet wird. 

Der Netzteilanschluss nebst Schraubklemme rundet unseren Überblick ab. Das passende, internationale 110-240 Volt Netzteil liegt wie das etwas „außergewöhnliche“ USB-Kabel und ein gedrucktes, Englisch-einsprachiges„ QuickStart“ Heftchen ebenfalls bei. Ein vollständiges Handbuch vom Apogee Quartet sowie Treiber gibt es unter www.apogee.com/downloads auch ohne Registrierung zum freien Download. 

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